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Kastration

Rund um den Freßnapf und "Wehwehchen" - ersetzt NICHT den Tierarzt!

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Kastration

Beitragvon Funzelchen777 » 3. Februar 2018 09:02

Beitrag von Funzelchen777 » 3. Februar 2018 09:02

:angst:
Hallo,habe mich gerade erst angemeldet und schon habe ich eine Frage. Gismo hat einen Leistenhoden, der entfernt werden muss. Nun meint der Tierarzt, das er ihn total kastrieren will. Was meint ihr. Der eine Hoden ist ganz normal im Hodensack. Ich habe etwas Angst vor einer ev. Wesensveränderung. Hat jemand von euch einen kastrierten Rüden und wie sind eure Erfahrungen.
Würde mich über eine Antwort freuen.
Liebe Grüße Heidi


mausbein
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Re: Kastration

Beitragvon mausbein » 3. Februar 2018 09:11

Beitrag von mausbein » 3. Februar 2018 09:11

Hallo,

für eine Kastra an sich ist dein Gismo eigentlich noch zu jung. Ich weiß nicht in welchem Zeitraum die
Entfernung des Hodens stattfinden soll. Ansonsten sage ich wenn er einmal in Narkose liegt könnte
man die Kastra gleich mitmachen, wenn es ein erwachsener Hund wäre.
Eine Wesensveränderung zum negativen konnte ich bei den 2 Rüden die ich bisher kastrieren habe lassen
nicht feststellen. Eigentlich war die Veränderung nur positiv, Bobby zum Beispiel ist verspielter geworden
und ganz wichtig der Hormontrieb ist weg, dadurch ist er wesentlich entspannter.


Yvonne
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Re: Kastration

Beitragvon Yvonne » 3. Februar 2018 09:17

Beitrag von Yvonne » 3. Februar 2018 09:17

Ich habe/hatte 3 kastrierte und die Kastration war für alle von Vorteil. Sie waren vom Wesen genauso wie vorher, aber einfach entspannter. Meine waren allerdings schon 3 als sie kastriert wurden.

Ich würde es wahrscheinlich machen lassen, aber so lange wie möglich damit warten.


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Re: Kastration

Beitragvon tina_f_1 » 3. Februar 2018 09:28

Beitrag von tina_f_1 » 3. Februar 2018 09:28

Bubi hatte auch einen Hodenhochstand
er wurde mit 3 Jahren operiert und dann
auch gleich kastriert.

Bubi ist jetzt viel relaxter und entspannter.
Hatte nur Vorteile für uns.

glg Tina


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Re: Kastration

Beitragvon Funzelchen777 » 3. Februar 2018 09:34

Beitrag von Funzelchen777 » 3. Februar 2018 09:34

Die OP steht für nächste Woche an. Der Arzt meinte, dass Gismo ein fertiger Rüde ist. Der Hoden muss raus wegen der Tumorgefahr. Gleichzeitig werden noch 2 Milchzähne gezogen. Er will das in einem Rutsch machen, damit keine 2.Vollnarkose nötig ist. :chi2:


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Re: Kastration

Beitragvon mausbein » 3. Februar 2018 10:02

Beitrag von mausbein » 3. Februar 2018 10:02

Die Tierarzt ist *piep*, sorry wenn ich das so sage. Gismo ist ein Baby. Baby's kastriert man
nicht. Ich habe den Fehler bei meiner Hündin gemacht und bereue es immer noch ( sie wird dieses Jahr 9 J. ).
Gismo muss erst erwachsen werden sonst bleibt er ewig in der Entwicklung eines Kleinkindes hängen.
Frühestens mit 2 Jahren bitte.


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Re: Kastration

Beitragvon Käferchen » 3. Februar 2018 11:41

Beitrag von Käferchen » 3. Februar 2018 11:41

Eine Kastration mit 7 Monaten machen zu lassen, ist absolut nicht ratsam, denn ein Hund ist mit 7 Monaten noch lange nicht ausgereift
und die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. Was der Tierarzt Dir da weismachen will, ist absoluter Unsinn :vogel: .

Ein nicht abgestiegener Hoden der in der Leiste verbleibt kann entarten - das ist richtig, aber noch nicht in diesem Alter und auch noch
nicht gleich mit dem Erreichen des Erwachsenenalters.

Ab dem 5. Lebensmonat beginnt die Jugend- und Pubertätsphase und die hormonelle Umstellung. Bei nicht wenigen Hunden dieses Altrers,
setzt jetzt auch eine sog. Angstphase ein. Fremde Artgenossen, fremde Menschen oder unbekannte Situationen werden plötzlich als
gefährlich eingestuft - die Hunde wirken manchmal verunsichert und ängstlich und beginnen zu "fremdeln". Das Verhalten ist ähnlich wie
bei Kindern im Alter von knapp einem Jahr, die diese Entwicklungsphase auch durchlaufen.
Diese Phase dauert beim Junghund etwa bis zum 9. Lebensmonat. Die Pubertät ist mit dem Eintritt der Geschlechtsreife ab etwa dem
10. Lebensmonat, aber noch lange nicht abgeschlossen. Erst mit etwa 2 Jahren stabilisieren sich der Hormonhaushalt und auch das
Verhalten. Erst jetzt ist ein Hund im Großen und Ganzen sowohl charakter- als und körperlich und in seinem Wesen gefestigt und erst
jetzt gilt er als erwachsen.

Wird ein Hund mitten in der Pubertätsphase kastriert, hat das viele negative Auswirkungen auf seine psychische und physische
Entwicklung, weil sie extrem in den sich ja noch entwickelnden Hormonhaushalt eingreift, der sich dann nicht mehr auf natürliche Art und
Weise fertig entwickeln kann.
Warte also mit der OP bitte besser ab, bis Dein Schätzchen wirklich erwachsen ist :ja: .


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Re: Kastration

Beitragvon Funzelchen777 » 3. Februar 2018 13:52

Beitrag von Funzelchen777 » 3. Februar 2018 13:52

Danke für die vielen Informationen. Da Gismo auf jeden Fall die Milchzähne gezogen werden müssen, werde ich bei dieser OP den Leistenhoden entfernen lassen. Den 2
Hoden werde ich nicht wegoperieren lassen. So dürfte es auch keine Probleme mit dem Hormonhaushalt geben. Sofern es überhaupt nötig ist wird der andere Hoden irgendwann später entfernt.
Liebe Grüße Heidi und Gismo


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Re: Kastration

Beitragvon Deena » 3. Februar 2018 14:13

Beitrag von Deena » 3. Februar 2018 14:13

Hallo,
der Hund von meiner Tante hatte auch einen Hodenhochstand und die Ärzte haben im Junghundealter gleich gesagt, das operiert man erst in 1-2 Jahren.
Ich würde mir an deiner Stelle mindestens noch eine weitere Meinung von einem anderen Arzt einholen und dem auch sagen, dass ich eigentlich bei einem anderen Arzt bin und mir nur eine zweite Meinung einholen will. Denn dann ist garantiert, dass er nicht profitorientiert antwortet, da du die OP eh nicht bei ihm machen lassen würdest.
Leider haben mir mehrere Tierärzte erzählt, dass ein Großteil, den sie machen nur profitorientiert ist und nicht notwendig für das Tier oder sogar eher negativ für das Tier. Dein Arzt weiß nicht, ob du in den nächsten Jahren evtl weg ziehst, daher könnte es sein, dass er es deshalb jetzt durchführen will.


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Re: Kastration

Beitragvon Yvonne » 3. Februar 2018 14:43

Beitrag von Yvonne » 3. Februar 2018 14:43

Ich würde auch mit 7 Monaten die Milchzähne noch nicht ziehen lassen, er ist gerade erst noch im Zahnwechsel. Sorry aber such dir einen anderen TA :weissnicht:


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Re: Kastration

Beitragvon eumeline » 3. Februar 2018 15:04

Beitrag von eumeline » 3. Februar 2018 15:04

Ich denke auch Du solltest mit den Milchzähnen warten bis er 1 Jahr alt ist, viele Zähne fallen erst wenn die Bleibenden schon draußen sind.

Warte erst mal ab und entscheide dann neu, vielleicht mit einer 2.TA Meinung :ja:


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Re: Kastration

Beitragvon Sonnenstrahlen » 3. Februar 2018 18:28

Beitrag von Sonnenstrahlen » 3. Februar 2018 18:28

Guten Abend,

ich schließe mich den Meinungen hier an!
Bitte lass Dich noch woanders beraten, denn das klingt alles nicht gut.

7 Monate ist echt viel zu früh und so schnell entartet da wirklich nichts und auch mit den Zähnen...
Oh man, wenn ich sowas lese... :angst:

Alles Liebe und Gute für euch. :herzen:

P.S.: Ich denke auch, dass er einfach an ein schnell gemachtes Geschäft denkt, bevor es jemand anderes dem TA wegschnappt. :nein:
Denn wie Käferchen erläutert hat, ist so ein kleiner Hund NICHT Erwachsen und fertig und es sollte nicht gemacht werden...
Weder das eine noch das andere jetzt schon, ihr habt noch Zeit.


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Re: Kastration

Beitragvon Käferchen » 3. Februar 2018 22:51

Beitrag von Käferchen » 3. Februar 2018 22:51

Oh Gott, was für ein Tierarzt ist das :wut: .

Das mit den noch stehenden Milchzähnchen hab ich ganz vergessen :ergeben: . Auch um jetzt schon die noch stehenden Milchzähne
ziehen zu lassen, ist es noch viel zu früh , Dein Hund ist doch noch mitten im Umzahnen. Warum willst Du mit aller Macht
bei allem was jetzt gerade mitten in der natürlichen Entwicklung ist, schon eingreifen und unbedingt operieren lassen ???

Hoffentlich hast Du Dich auch gründlich über das erhöhte Narkoserisiko beim Chihuahua informiert (und auch Dein TA) .... und
weißt über die möglichen, fatalen Komplikationen bei der nicht richtig gewählten Narkose- Form .... und was eine sog. Aufwachspritze
für einen Kleinsthund wie dem Chihuahua für schlimme Folgen haben kann ............ :ergeben:


Thema eröffnet:
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Re: Kastration

Beitragvon Funzelchen777 » 4. Februar 2018 08:26

Beitrag von Funzelchen777 » 4. Februar 2018 08:26

Mit aller Macht möchte ich meinen Kleinen ganz sicher nicht operieren lassen, deshalb höre ich mich ja hier im Forum um .Morgen hole ich mir auf jeden Fall eine 2. Meinung. Auch mir ist es viel zu früh für eine Kastration. Bei den Zähnen bin ich nicht sicher, weil die beiden neuen Fangzähne schon vollständig da sind.
Liebe Grüße Heidi


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Re: Kastration

Beitragvon Yvonne » 4. Februar 2018 15:12

Beitrag von Yvonne » 4. Februar 2018 15:12

:ja:
Wegen den Zähnen, gib ihm viel zum kauen, Zerrspiele in Maßen.
Solange er keine Probleme hat mit den doppelten Fangzähnen kannst du noch warten, wie gesagt er ist noch voll im Zahnwechsel.


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Re: Kastration

Beitragvon Käferchen » 4. Februar 2018 18:30

Beitrag von Käferchen » 4. Februar 2018 18:30

Heidi :wink: , kaufe mal ein paar Rinder- Hufe für Dein kleines Schnuckelchen und gib ihm die zum darauf rumknabbern.
Sie stinken zwar erbärmlich wenn sie angekatscht sind :kicher: , aber sie sind wirklich ein Wundermittel wenn es darum geht,
den Zahnwechsel zu unterstützen.

Ich hatte den Tipp von unserem Zuchtwart, weil unsere Amaya mit fast einem Jahr, auch noch die unteren beiden Milch- Fangzähne zusätzlich
zu den neuen, bleibenden stehen hatte. Nachdem ich ihr einen Rinderhuf zum kauen gegeben hatte dauerte keine 3 Tage, da lagen beide noch
verbliebenen Milchzähne auf der Couch :ja: .


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Re: Kastration

Beitragvon Funzelchen777 » 4. Februar 2018 22:14

Beitrag von Funzelchen777 » 4. Februar 2018 22:14

:chi: Lieben Dank für eure Tipps.
🤗😊🐶


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Re: Kastration

Beitragvon Funzelchen777 » 6. Februar 2018 15:42

Beitrag von Funzelchen777 » 6. Februar 2018 15:42

So, jetzt habe ich mir eine Zweitmeinung geholt. Nur die lautet genauso wie die Erste.🤔
Der Hoden muss raus, weil niemand sagen kann , wann er entartet. Der 2. im Hodensack hat ein 14fach höheres Tumorrisiko als im Normalfall. Also, Vollkastration. 😯 ich warte jetzt noch bis er vollständig gezahnt hat . Dadurch gewinnen wir auch noch etwas Zeit.
Liebe Grüße Heidi und Gismo 🐶


eumeline
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Re: Kastration

Beitragvon eumeline » 6. Februar 2018 16:30

Beitrag von eumeline » 6. Februar 2018 16:30

Das ist ja Mist aber ich würde auch lieber noch ein wenig daran ziehen jede Woche die älter wird zählt :ja:


Anton
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Re: Kastration

Beitragvon Anton » 8. Februar 2018 17:38

Beitrag von Anton » 8. Februar 2018 17:38

Ich kenne einige Einhoder die nie operiert wurden und auch ein "normales Alter" (im Schnitt 14) erreicht haben.
Eigentlich wird geraten den in der Leiste verbliebenen regelmäßig (alle 1 - 2 Jahre) durch US zu prüfen ob er sich verändert und nur dann rauszunehmen wenn er sich verändert hat

Wenn Du allerdings meinst die richtige Entscheidung ist ihn im Kindesalter zu operieren dann lass ihn gleich komplett kastrieren. Wozu dann später nochmal eine OP? Nochmals das Risiko der Narkose? So minimierst du dann auch das Risiko das der verbliebene Hoden Krebs bekommt, oder er vielleicht irgenwann mal evtl. ein Prostata Problem bekommt.


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Re: Kastration

Beitragvon tina_f_1 » 8. Februar 2018 19:10

Beitrag von tina_f_1 » 8. Februar 2018 19:10

Hallo Anton-
verlass dich nicht darauf das du viele Einhoder kennst-
bitte sei vorsichtig mit solchen Aussagen!

Ich wäre für einen Mittelweg!
Chihuahuas sind nicht wie andere Hundis-
und von daher sehr vorsichtig zu behandeln!!

Ich habe zwei Hundis kennen gelernt-
einer ist mit 2 Jahren und 4 Monaten gestorben(Hodenkrebs im Bauchraum)
und einer mit 4 jahren und 9 Monaten-
also sei bitte vorsichtig-
mein Bubi hab ich mit 3 Jahren operieren lassen-

glg Tina


Mailo
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Re: Kastration

Beitragvon Mailo » 9. Februar 2018 13:39

Beitrag von Mailo » 9. Februar 2018 13:39

Ich würde generell noch etwas warten!

Der Chihuahua eines Bekannten hatte auch einen Hodenhochstand und sollte gleich operiert werden.
Sie entschieden sich aber, noch eine Weile zu warten.
Und siehe da, nach ca. einem Jahr war er dann doch an der richtigen Stelle.

Ich würde auch nicht gleich die Milchzähnchen ziehen lassen!
Bei unserer Lilly kamen auch erst die 2. Zähnchen und die Milchzähnchen fielen erst ne ganze Weile später raus.
Die 2. Zähnchen haben sich dann nach kurzer Zeit von ganz alleine in die richtige Position gerückt.

Manchmal rückt eben die Natur ganz von selbst alles in die richtige Stellung!

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