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Welpe und Überforderung

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Welpe und Überforderung

Beitragvon Gogo » 5. Februar 2018 18:48

Beitrag von Gogo » 5. Februar 2018 18:48

Hallo ihr Lieben,

ich bin ganz neu hier und fühle mich zur Zeit etwas merkwürdig.
Seit 7 Tagen haben wir einen Zweithund (Chihuahua 6 Monate, weiblich,Gina).
Unser Gogo ist ein kleiner Mischling (kastriert), der nun 3 Jahre bei uns ist.
Gogo ist mein ein und alles und dennoch hatte ich lange die Sehnsucht nach einem Zweithund.
Irgendwie fühlte sich auch alles richtig an, aber seit ein paar Tagen leide ich unter einer Art Welpenblues und frage mich ob alles richtig war.

Gogo hat die Kleine gut angenommen, aber reagiert schon manchmal sehr eifersüchtig und zieht sich nun auch zurück.
Wenn wir kuscheln und sie auch kommt, geht er zB. weg.
Sie ist sehr anstrengend wie ich finde...

Sie kennt mit 6 Monaten keine Leine, jault ständig wenn ihr irgendwas nicht passt und pinkelt überall hin.
Auch lässt sie sich nicht Hochheben.
Klar sind das alles Sachen die gelernt werden wollen, aber da die Kleine so extrem an mir klebt, zieht sich unser Gogo so zurück.

Ich frage mich ob die beiden jemals ein Team bilden werden oder ich von nun an 2 Einzelhunde habe...
Das ist meine größte Angst, aber das weiß man ja nie.

Ich fühle mich schlecht wegen meinen Gedanken, denn ich wollte die Kleine ja aufnehmen.
Sie stammt von einer Bekannten, die sie wiederum von einer Züchterin hat und irgendwie sah ich es als Zeichen das es nun die richtige Zeit und der richtige Hund wäre, weil es sich so zufällig ergab.
Ich möchte Sie also keinesfalls nochmal weiterreichen, aber ist es normal das ich mich so überfordert fühle?
Und ist mein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Rüden normal?

Vielleicht habt ihr einen Tipp was ich gegen das Geweine machen kann?
Sie weint zB. wenn man nicht 24 Stunden bei ihr sitzt bzw. sie sucht immer Körperkontakt.
Sie weint sowie man sich von ihr wegbewegt oder wenn Gogo sich einen Platz sucht, wo sie nicht hingelangt.

Sie fängt auch an zu weinen, wenn sie müde ist und man sich nicht zu ihr legt.
Ich ignoriere das Weinen, aber es nervt schon sehr, weil man immer denkt es stimmt etwas nicht, dabei ist ja alles gut und keiner ist außer Sichtweite.

Da wo Gogo immer mit mir gekuschelt hat, drängt sie sich nun immer hin und Gogo flüchtet.
Somit fühle ich mich schlecht, weil Gogo weit von uns wegliegt und sie nun ständig in meinem Arm liegen will usw.
Hochheben kann ich sie auch nicht, da hat sich dann panische Angst, deswegen ist die Stubenreinheit üben auch so stressig, da sie sich gegen ein Gechirr so wehrt und ich sie so nicht in den Garten setzen kann, weil sie ja logischerweise nicht abrufbar ist und sich auch nicht hochheben lassen würde.

PS.Bitte denkt nicht das ich die Kleine nicht auch schon lieb habe, es ist nur so das ich mich zur Zeit viel selbst hinterfrage und ein paar Tipps brauche, weil Gogo als Welpe total das Gegenteil von Gina war.

Auch weiß ich manchmal nicht wo das Spiel bei den Beiden endet und wann ich evtl. eingreifen sollte.
Also die Kleine fordert Gogo oft frech zum spielen auf oder versucht ihn Sachen zu klauen und dann jagen sich beide und Gogo zwickt ihr oft in die Ohren oder zieht an ihren Hinterbeinen, wenn sie zu frech ist.
Soll ich die Beiden früher stoppen?

Danke für's Lesen.

Lg Kari


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Re: Welpe und Überforderung

Beitragvon Wanderpfote » 5. Februar 2018 19:29

Beitrag von Wanderpfote » 5. Februar 2018 19:29

Hallo Kari,

ich hatte ähnliche Gefühle als mein Pinsel zu meiner Katze dazu kam die ich schon seit 7 Jahren hatte.
Sie saß oben auf dem Regal und er hat meine ganze Aufmerksamkeit eingefordert.
Aber Du hast Deine Maus nun erst seit 7 Tagen...
Geb euch etwas Zeit :gassi:
Evtl kannst Du ihm etwas leckeres zu knabbern geben und Dich mit ihr beschäftigen währed Du aber mit ihm redest?
Hab zB meinen Pinsel mit Bällchen bespasst und dabei liebevoll auf meine Katze eingeredet und ihr immer nen Keks zugeworfen wenn Pinnis Ball gerade flog usw... so hatte sie schnell raus, dass sie etwas bekommt wenn ich mit ihm spiele usw.
Heute leben wir 3 zusammen, die 2 sind eifersüchtig aufeinander aber ich kann sie gut "synchron" beschäftigen und getrennt platziert wird auch zusammen auf dem Sofa gekuschelt... Pinni vorm Bauch und die Katze in den Kniekehlen uä

Lebst Du alleine? Evtl kann jemand dazu kommen und ihr bespaßt beide gleichzeitig?

Wünsche euch viel Geduld, starke Nerven und Erfolg :gassi2:


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Re: Welpe und Überforderung

Beitragvon Gogo » 5. Februar 2018 19:37

Beitrag von Gogo » 5. Februar 2018 19:37

Hallo und danke für deine lieben Worte.

Ich versuche auch irgendwie beiden gerecht zu werden, nur habe ich leider echt schlechtes Gewissen meinem Ersthund gegenüber, da er schon oft genervt wirkt und sie ihm auch vieles klauen will.
Ich lasse es natürlich nicht zu das sie ihm alles wegnehmen darf, aber Gogo wirkt eben nicht mehr so unbeschwert wie vorher und zieht sich in diesen Momenten viel zurück.

Mein Mann arbeitet viel, aber abends wenn er da ist unterstützt er mich sehr.
Ich arbeite von Zuhause aus und kann mir alles gut einteilen, also von daher passt es ganz gut.

Und du hast natürlich Recht, es sind ja erst 7 Tage.
Ich hoffe das alles noch ein bißchen harmonischer wird und die Kleine Stück für Stück alles bei uns lernen kann, denn wie gesagt, auch sie ist natürlich schon in meinem Herzen.

Ganz liebe Grüße und vielen lieben Dank.


Villy
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Re: Welpe und Überforderung

Beitragvon Villy » 5. Februar 2018 20:38

Beitrag von Villy » 5. Februar 2018 20:38

Liebe Kari

Auch mir ging es im Sommer, als unserer Villy zu uns kam, nicht anders wie Dir. ICh hätte nie gedacht, das die erste Zeit so anstrengend sein würde und wir uns erst alle aneinander gewöhnen müssten. DEr Stress war so groß , das ich in den ersten vier Wochen 5 Kilo und Villy 1,5 Kilo verlor und ich so erschöpft war , dass ich ihn am liebsten zurückgebracht hätte. Er lief mir Tag und Nacht hinterher , puschte in jedes Zimmer und am liebsten dahin , wo andere wohnten um die ich mich auch kümmern musste. Ich hatte keine Minute Ruhe . Aber alles wurde Woche für Woche besser und heute , da ich Villy jetzt genau kenne , weiss ich erst WIE verunsichert er in der ersten Zeit wirklich war ... :weissnicht:

Seine Mimik sprach Bände , doch da ich ihn nicht kannte , habe ich das nicht erkannt. SEin Blick war in der ersten Zeit wie verhangen , er schien richtig nachzudenken und seine Lefzen hingen tatsächlich nach unten , wie die Mundwinkel eines mürrischen Menschen. Er spielte überhaupt nicht und fletschte sogar ab und zu die Zähne bei einigen Familienmitgliedern. Er schien nicht zu verstehen, warum er jetzt bei uns ist und nicht mehr bei seinem Rudel ( Familie) . VIlly ist schon durch mehrere Hände gegangen - auch ein Tier muss ja mit dieser Trennung erst einmal klar kommen. TIere trauern auch und sind verunsichert. So geht es sicherlich auch deinem neuen Hund.


Mira , unsere wirklich liebe verständige und sehr menschenbezogene Katze, verzog sich in der ersten Zeit in die obere Etage und auch jetzt müssen sich beide noch mehr aneinander gewöhnen. SIe müssen sich immer noch verstehen lernen. Eine Katze gibt andere Signale wie ein Hund und so kommt es öfter zu Missverständnissen. Eure beiden Mäuse müssen sich, trotz der gleichen Art, auch erst aneinander gewöhnen und ihren Platz in dem neugegründeten bzw. auch umstrukturierten Rudel finden. UNs war wichtig , dass Villy MIras Bereiche im Haus akzeptieren lernt und wir boten Mira einen zusätzlichen festen und erhöhten Platz an , wo sie sich sicher vor Villy fühlen konnte und auch Villy bekam Plätze im Haus , die für Mira tabu sind. Ansonsten sah ich immer zu , das beide die gleiche Aufmerksamkeit bekamen, was manchmal sehr verzwickt war und leider wenn , dann meist zu Miras Nachteil ausfiel, weil Sie sich eher zurück zog.

DAs er seine Lieblingsplätze weiterhin behalten darf und sich nicht alles für ihn ändert , ist , glaube ich, auch sehr wichtig für deinen ersten Hund. NAch und nach , mit dem akzeptieren der neuen Situation und dem aneinander Gewöhnen und sich mögen , wird sich das sicherlich von selber lockern und beide Hunde werden ihren neuen Platz finden. Dann kannst du auch wieder durchatmen und wirst froh sein durchgehalten zu haben :ja: und dich wundern, lach , je ans Aufgeben gedacht zu haben.

Ich kann dich wirklich sooo verstehen , die erste Zeit kann sehr , sehr anstrengend sein.

Fühl dich gedrückt
Villy


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Re: Welpe und Überforderung

Beitragvon tina_f_1 » 6. Februar 2018 06:41

Beitrag von tina_f_1 » 6. Februar 2018 06:41

Hallo!

Ich möchte dich nicht entmutigen-
aber da brauchst du sehr viel mehr Geduld.

Alle 3 Chi habe ich als Erwachsene bekommen-
zwei sind noch bei mir.Jimmy ist schon im Regenbogenland.

Aber eines kann ich dir sagen-
alles drei haben bis zu einem Jahr gebraucht um
wieder Vertrauen zu fassen und sich wohl zu fühlen.

Mit sehr viel Liebe und Geduld kannst du
das Vertrauen "verdienen"
bei einem Welpen ist das anders.

Bitte behandle beide gleich-
und das immer-
mach keine unterschiede-
dann wird es schon!

glg Tina


Deena
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Re: Welpe und Überforderung

Beitragvon Deena » 6. Februar 2018 08:58

Beitrag von Deena » 6. Februar 2018 08:58

Guten Morgen,
Mir ging es vor kurzem sehr ähnlich als ich Donna zu uns holte nur dass sie noch dazu schwer krank ist und 2 OP‘s braucht. Schlimmer geht also immer :D . Ich habe dann irgendwann akzeptiert, dass es wahrscheinlich 1 Jahr dauert, bis sie halbwegs normal ist. Sie kannte auch keine Leine und hat draußen Todesangst, da sie es nicht kennt. Daher auch nicht stubenrein. Ich habe nur einen Teppich in der Wohnung, den habe ich erst mal in den Keller gebracht. In den Körbchen liegen diese wasserdichten Wickel-Unterlagen.

Hat dein Hund auch starke Angst draußen oder kennt er nur die Leine nicht? Wenn er nur die Leine nicht kennt, würde ich jetzt erst mal die Energie da rein stecken, ihn dran zu gewöhnen weil dann kannst du ihn draußen gut auslasten und dann jammern/heulen Hunde eher weniger, ist meine Erfahrung und wurde mir von mehreren Hundetrainern bestätigt. Und die Stubnreinheit kann man dann angehen. Ich mache es so, dass ich wirklich alle 30 Minuten außer Nachts die Leine mal dran mache für 5 Minuten und in der Wohnung mit Leine laufe. Vor kurzer Zeit hat sie sich noch gewunden wie ein Aal und jetzt guckt sie nur noch etwas verunsichert, wenn Zug auf der Leine ist. Vielleicht kannst du auch auf Wald/Feldwegen eine ganz dünne Schleppleine großzügig durchhängen lassen, dass kein Zug drauf ist, wenn dein Hund draußen nicht so eine Angst hat wie meine. Ich glaube wirklich, so könnten sich die anderen Probleme mit lösen. Er ist dann so ausgelastet von den vielen Eindrücken..
Dann habe ich noch ein ausbruchssicheres Geschirr bestellt. Ans Geschirr kannst du ihn ja gewöhnen, in dem du es einfach mal dran lässt oder wenn es ganz schlimm ist, mit positiver Bestärkung 50x am Tag an und ausziehen.

kannst du nicht vielleicht Urlaub nehmen bei der Heimarbeit? Zeit kostet die Heimarbeit ja auch zu Hause. Dann wärst du bestimmt entlasteter.


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Re: Welpe und Überforderung

Beitragvon tina_f_1 » 6. Februar 2018 09:25

Beitrag von tina_f_1 » 6. Februar 2018 09:25

Das Jammern und weinen-solltest du nicht unterschätzen-
er vermisst eine Bezugsperson(ehemalige)-
also sei ganz lieb zu ihm und zeig ihm das alles gut wird!!!

Hab bitte sehr viel Geduld und gib ihm viel Liebe!!

Es wird sehr lange dauern-
aber es lohnt sich-
glaub mir!!!


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Re: Welpe und Überforderung

Beitragvon Gogo » 6. Februar 2018 09:32

Beitrag von Gogo » 6. Februar 2018 09:32

Hallo und danke für eure ganzen Antworten.
Ob sie draußen Angst hat kann ich nicht sagen, da ich sie noch nicht rauslassen konnte.
Sie hatte zu viel Panik vor der Leine und so üben wir erstmal Pipi machen an einem Platz.
Sie lässt sich auch nicht hochheben, da wird sie richtig panisch.
Sie schaut aber bei vielen Geräuschen ängstlich.

Ich muss sagen das Schlimmste sind zur Zeit mein schlechtes Gewissen meinem Ersthund gegenüber.
Bei ihm ist sie nicht mehr ängstlich und drängt sich in den Vordergrund wo sie nur kann.
Er ist einfach ein kleiner Dummkopf und zieht sich völlig zurück.
Auch wenn sie mal seine Nähe sucht geht er weg als sei er abgeekelt.
Sie ist ihm irgendwie zu wild und zu aufdringlich.

Ich war warscheinlich auch sehr naiv zu glauben dass es am Anfang anders laufen könnte.
Da müssen wir nun alle durch.

Was mir auch Sorgen macht ist das sie alles anfressen will.
Fußleisten, Teppichfasern, die Knöpfe von Bettbezügen.
Außerdem springt sie oft wie wild aufs Sofa und stürzt dann runter, weswegen ich nun alles mit Kissen uns Decken 10 fach abgepolstert habe.
Im Grunde genommen sieht hier alles aus wie ein großer Saustall momentan, mein Ersthund ist "traurig" und mein Mann wundert sich das die Bude so auszieht, aber lasse ich die Kleine kurz außer Acht, frisst sie irgendwas an.
Ich glaube es war einfach meine Schuld die Sache etwas leichtfertig anzugehen und nun müssen wir alle in die Situation hineinwachsen.
Ich habe ehrlich gesagt nur Angst das mein Gogo nie mehr der Alte wird und doch lieber Einzelhund geblieben wäre.

PS. Das Jammern ist bereits etwas besser, sie macht es eigentlich nur noch wenn ihr etwas nicht passt oder nicht schnell genug geht.
Ganz liebe Grüße


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Re: Welpe und Überforderung

Beitragvon tina_f_1 » 6. Februar 2018 09:40

Beitrag von tina_f_1 » 6. Februar 2018 09:40

Bitte habe etwas Geduld-
du hast sie doch erst ein paar Tage.

Dein Ersthund braucht auch Zeit-
klar-aber das wird schon-wenn du meinst es geht gar nicht-
dann melde dich-vielleicht kann ich dir per tel- etwas helfen.

Ich weis wie du dich fühlst-
das schlechte Gewissen-
fühlen die Hundis auch-
bitte sei einfach ganz normal und gib beiden Zeit.

glg Tina


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Re: Welpe und Überforderung

Beitragvon eumeline » 6. Februar 2018 10:41

Beitrag von eumeline » 6. Februar 2018 10:41

Das spielt sich sicher noch ein, vielleicht kannst Du mit Deinem Ersten immer mal was besonderes spielen, oder Ihm einfach deutlich Deine Aufmerksamkeit zeigen.

Ansonsten habe ich hier auch 3 Einzelhunde, die Leben friedlich miteinander, aber groß schmusen oder spielen tun sie nicht miteinander.

Viel Glück weiterhin beim Einleben :gassi2:


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Re: Welpe und Überforderung

Beitragvon mina1980 » 6. Februar 2018 13:03

Beitrag von mina1980 » 6. Februar 2018 13:03

Hallo!

Ich hab seit November auch einen kleinen frechen Welpen (Zeus, inzwischen 5 Monate) bei mir. Er ist unser 4. Hund und im Vergleich zu den anderen dreien einerseits auch wesentlich anstrengender, aber trotzdem super süß.

Die erste Zeit hat er mich auch voll in Anspruch genommen, wollte viel kuscheln und kaum von mir weg. Nach ca. 4-5 Tagen hat er sich gut eingelebt und dann auch die erste Freundschaft mit den anderen Hunden meines Rudels geschlossen. Mein 2. jüngster Schoko hat sich anfangs auch oft von ihm vertreiben lassen, naja ist heute auch noch so. Da hat Zeus dann auch mal zurück stecken müssen, selbst wenn er gejammert hat und der andere durfte zum kuscheln zu mir (die beiden älteren lassen sich von ihm absolut nicht verdrängen, im Gegenteil, die legen sich einfach dazu und nehmen ihren Platz in Anspruch, nur eben Schoko lässt sich da gerne ein wenig vertreiben). Ich achte halt darauf, dass keiner zu kurz kommt.

Zeus meint auch immer wenn er jammert und "weint" dass ihm alles durchgeht und er alles machen darf. Inzwischen weiß ich auch schon, wann das jammern begründet ist und wann es einfach nur ist um Aufmerksamkeit zu bekommen. Manchmal muss man das dann auch einfach ignorieren. Natürlich nicht gleich am Anfang, wenn der Hund eingezogen ist, aber mit der Zeit kann man - finde ich - sehr gut unterscheiden, ob man jetzt reagieren oder ignorieren soll.

Bei uns auch ein Problem ist das Füttern. Zeus, Koda und Melody kann ich zusammen füttern, muss zwar dabei sein, da vor allem Zeus gerne von einer Futterschüssel zur nächsten läuft um überall was abzukriegen, damit ich das unterbinde, aber Schoko muss ich getrennt füttern seit Zeus da ist. Sobald Zeus in der Nähe ist frisst er nicht, also wird getrennt Futter gegeben und Zeus ist dann entweder bei mir am Arm wenn Schoko frisst oder er muss ins Wohnzimmer und die Türe ist zu.

Das alles anknabbern kenn ich auch gut. Da bin ich auch ständig hinterher. Und Dinge klauen. Sobald Zeus irgendwas gefunden hat, läuft er damit in eines der vielen Verstecke (Höhle, Box, sein Kartonhaus) und ich dann hinterher. Besonders beliebt bei uns zB der Handbesen :lachen. An meiner Decke werden auch ständig die Knöpfe angeknabbert usw. Ich hab ihn inzwischen einen Kong besorgt, (naja eigentlich war das ein Geschenk für Melody), den ich ihm alternativ anbiete, dann hab ich noch einen Spielknochen, den er auch nicht zerbeissen kann oder er bekommt einen Kauknochen, ich versuch ihm dann halt immer alternativ etwas anderes anzubieten worauf er dann auch herumkauen darf.

Wichtig ist meiner Meinung nach Geduld haben, keinen der Hunde zu bevorzugen und vor allem bei Problemen nach Alternativen suchen, damit das Zusammenleben gut klappt.

In ein paar Wochen, wenn sich alles eingespielt hat, wird es sicher auch weniger stressig sein und die Probleme werden auch weniger, weil man ja dann auch entsprechend weiß wie man in welcher Situation wie am besten reagieren soll.

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