Ihr kennt ja unsere kleine Zinnia.

Sie ist der „Rudelzuwachs“, der im Sommer 2024 im Alter von sechs Jahren zu uns kam...
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...und die jetzt nach Kittys Tod in Einsamkeit versinkt.
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Seit Kitty nicht mehr bei uns ist, hat sich Zinnia leider sehr verändert. Sie war ja ein Leben lang (viele) Chihuahuas und sich herum gewöhnt, und ich bin auch sicher, dass sie sich ständig an den anderen orientiert hat, denn sie lief in ihrer Zuchtstätte jahrelang ja nur „nebenher“ mit, auch wenn die Menschen dort sich natürlich liebevoll um sie gekümmert und sie bekuschelt haben. Dennoch: wie’s funktioniert, dieses Leben, scheint sie fast ausschließlich von den anderen Chi-Weibchen gelernt zu haben und sie hat sich auch an deren Verhalten orientiert. Als sie zu uns kam, war Kitty ganz schnell ihre Freundin, und auch Kitty tat sie gut, weil die ja auch wegen Lilys Weggang einsam war.
Seit Kitty sich von uns verabschiedet hat, verkriecht Zinnia sich unter der Couch im Esszimmer. Zu ihrem und Kittys Lieblings-Kuschelplatz AUF derselben Couch ist sie nie wieder hingegangen. Nachts in ihrem Körbchen jammert sie und weint richtig um Kitty. Zu ihrem Futternapf kommt sie nur mit viel gutem Zureden und frisst auch längst nicht mehr so viel wie früher. Beim Gassigang dreht sie sich ständig um und sucht ihre Freundin.
Sie ist auch wieder furchtbar unterwürfig, so, wie in ihren ersten Tagen und Wochen bei uns, hat überhaupt kein Selbstbewusstsein mehr und möchte am liebsten den ganzen Tag neben oder auf mir auf dem Sofa sitzen und ihren Kopf in meiner Hand „verstecken“. Das funktioniert natürlich nicht den ganzen Tag.
Sie ist ein extremer Rudelhund und jetzt trotz aller (menschlicher) Zuwendung (die sie auch genießt) dennoch einsam und allein.
Wir waren natürlich mit Zinnia bei unserer Tierärztin, um abzuklären, ob irgendetwas Körperliches hinter ihrem Verhalten steckt, aber sie ist nach allen möglichen Untersuchungen kerngesund. Bei Menschen würde man „Depression“ sagen zu dem, was sie hat. Die Tierärztin hat von Fluoxetin berichtet - ein Antidepressivum auch für Menschen. Bei Hunden ist der Handelsname Prozac, und von Clomipramin ("Clomicalm"). Ich bin da allerdings noch unentschlossen...
Klar könnte man jetzt sagen, dann kaufen wir eben wieder ein paar Chihuahuas und alles wird gut. Das möchten wir im Augenblick aber nicht. Wir sind immer noch nicht über Lilys und Dobbys Tod hinweg, und darüber, dass es unsere geliebte kleine Kitty seit vier Wochen nicht mehr gibt, noch viel weniger. Wir können nicht einfach so tun, als wäre nix gewesen und neue Hunde holen und alles geht von vorn los und das alte wird verdrängt. Das schaffen wir momentan nicht.
Kennt jemand von euch auch solches Verhalten und gibt es irgendwelche guten Tipps? Wir gehen noch mehr raus mit ihr als früher. Die Spaziergänge sind wirklich sehr lang geworden. Ich dachte mir, wenn sie sich auspowert, dann regelt sich auch ihre Trauer ein wenig ein. Bis jetzt ist das leider nicht so. Sie wird natürlich auch ständig umsorgt, gestreichelt, gekuschelt, darf mit ins Bett... Trotzdem: am liebsten verkriecht sie sich aktuell in der hintersten Ecke unter der Couch, und wenn sie dort verschwunden ist, gibt es nicht viel, womit man sie herauslocken kann...
Vielleicht weiß jemand ja Rat?!







