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Trennung - Risiko einer Depression?

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Moderator: Experten-Team

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Chanel2022
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Trennung - Risiko einer Depression?

Beitragvon Chanel2022 » 14. Januar 2022 21:32

Beitrag von Chanel2022 » 14. Januar 2022 21:32

Liebes Forum,
Ich bin neu hier und wende mich mit meinen Sorgen bezüglich meines Chihuahua/Pintscher an euch. Vielleicht könnt ihr mir mit euren Erfahrungen weiterhelfen.

Ich befinde mich leider in einer Trennungsphase. Es ist möglich, dass das Ganze nicht mehr zu retten ist. In diesem Fall stellt sich die Frage, bei wem der beiden der Hund verbleiben soll. Meine Lebensgefährtin hat den Hund in die Beziehung mitgenommen, sie hat sie im Welpenalter zu sich genommen. Ich habe den Hund mit etwa 6 Monaten kennengelernt. In dieser Zeit ging die Beziehung auch los.
Obwohl die Hündin von meiner Partnerin aufgenommen wurde, hat sie eine starke Bindung zu mir aufgebaut. Sie sieht mich als Bezugsperson, ich würde sagen, sie hat zu mir mehr Liebe und Vertrauen entwickelt.

Die Bindung zeigt sich auch bei Abwesenheit: War ich für einige Tage auf Geschäftsreise, so hat sich der Hund meist traurig verhalten, wartete vor der Tür, suchte mich in allen Zimmern.
Bei meiner Partnerin ist dies selbst nach 2 3 Wochen Abwesenheit nicht der Fall, dennoch freut sie sich, wenn wir zusammen auf dem Sofa liegen und sie sie sieht.

Sollte es nun zur Trennung kommen würde meine Partnerin den Hund mit ins Ausland nehmen, wir hätten also keine Möglichkeit den Hund gemeinsam zu betreuen.
Da der Hund meiner Partnerin gehört, obliegt die Entscheidung natürlich nicht bei mir.

Wir versuchen zu verstehen, wie der Hund auf die Trennung reagieren würde und ob eine Depression auftreten würde, sollte der Hund bei meiner Partnerin verbleiben?
Würde ein Standortwechsel und mehr Personen im Haushalt, ergo mehr Abwechslung und mehr „Unterhaltung“ dazu führen, dass die Trennung von mir problemlos vonstatten gehen würde? Würde der Hund all dies wohl ausblenden und sich einfach nur nach mir sehen?

vielleicht habt Ihr wertvolle Tipps zum Ganzen, die uns bei der Entscheidung weiterhelfen könnten!

emotional bin ich an der Hündin gebunden, mir würde die Trennung schwerfallen. Auf der anderen Seite wäre die Trennung ein Neuanfang, ich würde nicht ständig an meine Partnerin erinnert werden und ich hätte nicht die Abhängigkeit mich um die Hündin zu kümmern. Dennoch ist mir bewusst, dass man bei dieser Entscheidung auch das Wohl des Tieres bedenken muss und Verantwortung übernehmen muss!

ich freue mich auf Eure Rückmeldung!

Eyla
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Re: Trennung - Risiko einer Depression?

Beitragvon Eyla » 15. Januar 2022 17:25

Beitrag von Eyla » 15. Januar 2022 17:25

Der Hund gehört bzw ist Eigentum deiner Partnerin,wenn sie nicht soviel Zeit hat,vielleicht könnt ihr Euch einigen, wenn sie Einsicht hat. Der Hund sollte auf keinen Fall zum Pflummi werden.

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Re: Trennung - Risiko einer Depression?

Beitragvon HunsrückChis » 16. Januar 2022 12:40

Beitrag von HunsrückChis » 16. Januar 2022 12:40

Kann mich Meike nur anschließen. Der Hund leidet wie der Mensch auch unter Verlust des gewohnten Zuhauses und seiner Familie. Bleiben sollte er bei dem Teil der ihn weiterhin 24h als Teil seines Lebens integrieren und die besten Lebensumstände bieten kann...und das verlässlich egal was kommt...
Viele Grüße

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Re: Trennung - Risiko einer Depression?

Beitragvon Chanel2022 » 16. Januar 2022 17:15

Beitrag von Chanel2022 » 16. Januar 2022 17:15

Hallo an Euch, danke für die Rückmeldung.

Wie sieht ihr den emotionalen Part der Sache?
Die Bezugsperson für die Hündin bin in jedem Fall ich und ich bin auch die Person die leider dafür sorgt, dass sie sich traurig fühlt und mich in der Wohnung sucht, wenn ich 1-2 Tage nicht da bin.

Die Person, die ihr allerdings 24/7 die vielleicht besten Bedingungen bieten kann ist meine Partnerin.
Rational gesehen währe es hier für die Hündin wohl besser zu verbleiben, emotional aber zweifelsohne mit mir. Und das macht die Entscheidung eben schwer, weil keine Depression etc der Hündin riskiert werden möchte.

Susanne
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Re: Trennung - Risiko einer Depression?

Beitragvon Susanne » 16. Januar 2022 19:55

Beitrag von Susanne » 16. Januar 2022 19:55

Ich weiß, dass wir Menschen das immer nicht hören wollen, aber Hunde leben nicht in der Vergangenheit. Sie wird nicht wochenlang deprimiert sein und dich vermissen. Entschuldige, dass ich das so hart sage. Das ist für uns Menschen immer schmerzhaft, dass das Vermissen nicht ewig anhält, für den Hund ist es aber gut, und das sollte uns trösten. Und ein kompletter Umgebungswechsel ist da für den Hund eher förderlich.
Und es ist ja nicht so, dass sie zu fremden Menschen kommt, selbst das würde sie nach einiger Zeit wegstecken. Sie bleibt bei ihrer Besitzerin, die sie von Welpenalter an kennt.
Es ist wirklich sinnvoll, dass sie da bleibt, wo man sich besser/mehr um sie kümmern kann. Diese Bindung wird sich dann auch automatisch wieder verstärken. Es sei denn, deine Freundin hat keine Lust mehr auf sie. Dann lieber weniger aber bessere Zeit, als wenn die eigentlich vorhandene Zeit nicht mit Hund verbracht wird.

Ich kann mir vorstellen, dass das für dich schwer ist. Aber wenn sich deine Freundin um sie kümmern kann und will, dann gibt es keinen Grund, dass der Hund nicht bei ihr bleiben sollte.

SabineE
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Re: Trennung - Risiko einer Depression?

Beitragvon SabineE » 17. Januar 2022 13:14

Beitrag von SabineE » 17. Januar 2022 13:14

Liebe Susanne, du hast es auf den Punkt gebracht. Ich sehe es auch so.

Udina
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Re: Trennung - Risiko einer Depression?

Beitragvon Udina » 17. Januar 2022 18:32

Beitrag von Udina » 17. Januar 2022 18:32

Wollte grad antworten aber Susanne hab es grad gelesen und muss Die zu 100% sagen das Du es genau auf den Punkt gebracht hast und dem stimme ich vollkommen zu :daumen:

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Re: Trennung - Risiko einer Depression?

Beitragvon tina_f_1 » 19. Januar 2022 09:34

Beitrag von tina_f_1 » 19. Januar 2022 09:34

Hundi gehört deiner Partnerin-Punkt!!

Auch wenn es dir schwer fällt!

glg Tina

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Re: Trennung - Risiko einer Depression?

Beitragvon Chanel2022 » Gestern 15:12

Beitrag von Chanel2022 » Gestern 15:12

Vielen Dank nochmal an alle!
Wir haben uns jetzt dafür entschieden, dass der Hund mit zu meiner Freundin ins Ausland fährt. Sollte sich die Hündin auf Dauer nicht wohlfühlen oder depressive Anzeichen zeigen, so gibt es die Möglichkeit sie zu mir zurückzubringen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht denke, ein Hund lebt nicht in der „Vergangenheit“, denn man sagt nicht umsonst, der Hund ist der treueste Partner eines Menschen. Sicherlich kommt es von Hund zu Hund und auch von Halter zu Halter an, aber ihr kennt doch auch die Geschichten von Hunden, die nach dem Tod des Halters ein Leben lang auf diesen gewartet haben in der Hoffnung, der Halter würde zurückkommen. Dennoch ist es ermutigend zu lesen, dass ein Hund anders mit solchen Momenten umgehen kann und sich an die Veränderung anpasst, ohne lange dadrunter zu leiden, und das hoffe ich in meinem Fall auch, sollte meine Freundin auf Dauer nicht mehr zurückkommen und es zur Trennung kommen.

Nochmals danke für Eure Rückmeldungen und Hilfestellungen, die mir weiterhelfen!
LG
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