Grasmilben
Verfasst: 27. Juli 2012 10:27
Ich habe hier einen sehr informativen Text aus `mein schöner Garten´ kopiert. Hoffe es ist, mit diesem Hinweis, erlaubt.
Aus gegebenem Anlass, denn meine Melody hat sie wohl wieder und kratzt und beisst sich blutig.
Am Ende findet ihr Hinweise, wie man sich etwas schützen bzw. Erleichterung verschaffen kann, also dann :
Grasmilben: Plage für Mensch und Tier
Grasmilben schlüpfen je nach Witterung im Juni oder Juli und leben nur als Larven parasitär. Die ovalen, meist blass orange gefärbten Grasmilben-Larven sind bei warmem Wetter sehr beweglich und klettern unmittelbar nach dem Schlüpfen in die Spitzen der Grashalme. Wenn ein passender Wirt vorbeiläuft – egal, ob Mensch oder Tier – lassen sie sich einfach vom Grashalm abstreifen. Sobald die Grasmilben-Larven ihren Wirt erreicht haben, wandern sie an den Beinen hoch, bis sie eine geeignete Stelle finden, die sie anzapfen können. Hautfalten und Hautpartien mit dünner feuchter Haut werden von den Milben bevorzugt. Bei Haustieren sind Pfoten, Ohren, Hals und die Schwanzwurzel betroffen. Bei Menschen sind es meist die Knöchel, Kniekehlen, die Lendengegend und manchmal auch die Achselhöhlen.
Beim Biss sondern Grasmilben-Larven ein Speichelsekret in die Haut ab, das nach spätestens 24 Stunden einen starken Juckreiz auslöst. Den Biss selbst bemerkt das Opfer nicht, denn die Mundwerkzeuge dringen nur Bruchteile von Millimetern in die oberste Hautschicht ein. Die Tiere ernähren sich nicht von Blut, sondern vom Zellsaft und von der Lymphflüssigkeit.
Im Gegensatz zu einem Mückenstich, der nach kurzer Zeit nicht mehr zu spüren ist, sofern er sich nicht entzündet, juckt ein Grasmilbenbiss in der Regel über eine Woche lang. Durch das Kratzen sind allergische Reaktionen und Sekundärinfektionen möglich. Um den starken Juckreiz zu lindern, sollten Sie die Bisse mit 70-prozentigem Alkohol abtupfen. Er desinfiziert die Haut und tötet die eventuell noch saugende Grasmilbe ab. Als Folgebehandlung empfiehlt sich ein juckreizstillendes Gel, beispielsweise Fenistil oder Soventol. Hausmittel wie Zwiebel- oder Zitronensaft lindern ebenfalls den Juckreiz.
Grasmilben leben im Boden und an Gräsern. Der länglich-runde Körper ist orange- bis braunrot gefärbt
Im Larvenstadium sind Grasmilben nur 0,2–0,3 Millimeter groß und deshalb nahezu unsichtbar. Eine zuverlässige Nachweismethode besteht darin, an einem sonnigen, trockenen Sommertag ein weißes Blatt Papier auf dem Rasen auszulegen. Die helle, reflektierende Oberfläche lockt die Tiere an und sie heben sich mit ihrem rötlichen Körper gut von dieser Unterlage ab.
Die erwachsenen Grasmilben sind schon ab April aktiv und ernähren sich von Pflanzensaft. Sie leben vorwiegend in der oberen Erdschicht und am Stängelgrund der Gräser und Moose. Bei starkem Regen und bei Frost können sie sich über einen halben Meter tief in den Boden zurückziehen. Bei günstiger Witterung und wenn der Rasen direkt ans Haus angrenzt, können sich die Spinnentiere sogar in der Wohnung breitmachen.
Vorbeugung und Bekämpfung von Grasmilben
• Meiden Sie bei trockenem, warmem Spätsommerwetter Rasenflächen und Wiesen, auf denen sich Nutz- und Haustiere aufhalten. Sie sind die Hauptwirte der Grasmilben
• Kleidung, Schuhe und nackte Haut sollten Sie mit Insekten- oder Zeckenabwehrmitteln besprühen oder einreiben. Die Duftstoffe halten meist auch Grasmilben fern
• Tragen Sie geschlossene Schuhe, Socken und lange Hosen. Stecken Sie die Hosenbeine in die Socken, so dass die Milben keine Möglichkeit finden, an die Haut zu gelangen
• Duschen Sie sofort nach der Gartenarbeit gründlich und waschen Sie Ihre Kleidung in der Waschmaschine
• Auf moosreichen Rasenflächen fühlen sich Grasmilben besonders wohl. Deshalb sollten Sie vernachlässigte Rasenflächen im Frühjahr vertikutieren, um das Moos zu entfernen
• Mähen Sie Ihren Rasen mindestens einmal pro Woche. Dabei werden zumindest die Grasspitzen gekappt, auf denen sich die Grasmilben aufhalten
• Sammeln Sie den Rasenschnitt möglichst im Randbereich des Gartens und kompostieren Sie ihn umgehend oder entsorgen sie ihn in der Biotonne
• Wässern Sie Ihren Rasen bei Trockenheit regelmäßig. Bei Feuchtigkeit ziehen sich die Grasmilben in den Boden zurück
• Der Abstand zwischen Rasenfläche und Haus sollte etwa zwei bis drei Meter betragen, so dass die Milben nicht ins Haus einwandern können
• Zur direkten Bekämpfung von Grasmilben auf Rasenflächen eignen sich Grasmilben-Konzentrat (z. B. von Neudorff) oder Neem-Produkte. Eine vollständige Ausrottung der Milben ist aber kaum möglich
• Einige Hobbygärtner haben nach einer Grasmilben-Plage im Vorjahr mit einer Kalkstickstoff-Düngung Anfang Mai gute Erfahrungen gemacht. Wichtig: Den Rasen vorher mähen und den Dünger bei gutem Wetter ausbringen
Aus gegebenem Anlass, denn meine Melody hat sie wohl wieder und kratzt und beisst sich blutig.
Am Ende findet ihr Hinweise, wie man sich etwas schützen bzw. Erleichterung verschaffen kann, also dann :
Grasmilben: Plage für Mensch und Tier
Grasmilben schlüpfen je nach Witterung im Juni oder Juli und leben nur als Larven parasitär. Die ovalen, meist blass orange gefärbten Grasmilben-Larven sind bei warmem Wetter sehr beweglich und klettern unmittelbar nach dem Schlüpfen in die Spitzen der Grashalme. Wenn ein passender Wirt vorbeiläuft – egal, ob Mensch oder Tier – lassen sie sich einfach vom Grashalm abstreifen. Sobald die Grasmilben-Larven ihren Wirt erreicht haben, wandern sie an den Beinen hoch, bis sie eine geeignete Stelle finden, die sie anzapfen können. Hautfalten und Hautpartien mit dünner feuchter Haut werden von den Milben bevorzugt. Bei Haustieren sind Pfoten, Ohren, Hals und die Schwanzwurzel betroffen. Bei Menschen sind es meist die Knöchel, Kniekehlen, die Lendengegend und manchmal auch die Achselhöhlen.
Beim Biss sondern Grasmilben-Larven ein Speichelsekret in die Haut ab, das nach spätestens 24 Stunden einen starken Juckreiz auslöst. Den Biss selbst bemerkt das Opfer nicht, denn die Mundwerkzeuge dringen nur Bruchteile von Millimetern in die oberste Hautschicht ein. Die Tiere ernähren sich nicht von Blut, sondern vom Zellsaft und von der Lymphflüssigkeit.
Im Gegensatz zu einem Mückenstich, der nach kurzer Zeit nicht mehr zu spüren ist, sofern er sich nicht entzündet, juckt ein Grasmilbenbiss in der Regel über eine Woche lang. Durch das Kratzen sind allergische Reaktionen und Sekundärinfektionen möglich. Um den starken Juckreiz zu lindern, sollten Sie die Bisse mit 70-prozentigem Alkohol abtupfen. Er desinfiziert die Haut und tötet die eventuell noch saugende Grasmilbe ab. Als Folgebehandlung empfiehlt sich ein juckreizstillendes Gel, beispielsweise Fenistil oder Soventol. Hausmittel wie Zwiebel- oder Zitronensaft lindern ebenfalls den Juckreiz.
Grasmilben leben im Boden und an Gräsern. Der länglich-runde Körper ist orange- bis braunrot gefärbt
Im Larvenstadium sind Grasmilben nur 0,2–0,3 Millimeter groß und deshalb nahezu unsichtbar. Eine zuverlässige Nachweismethode besteht darin, an einem sonnigen, trockenen Sommertag ein weißes Blatt Papier auf dem Rasen auszulegen. Die helle, reflektierende Oberfläche lockt die Tiere an und sie heben sich mit ihrem rötlichen Körper gut von dieser Unterlage ab.
Die erwachsenen Grasmilben sind schon ab April aktiv und ernähren sich von Pflanzensaft. Sie leben vorwiegend in der oberen Erdschicht und am Stängelgrund der Gräser und Moose. Bei starkem Regen und bei Frost können sie sich über einen halben Meter tief in den Boden zurückziehen. Bei günstiger Witterung und wenn der Rasen direkt ans Haus angrenzt, können sich die Spinnentiere sogar in der Wohnung breitmachen.
Vorbeugung und Bekämpfung von Grasmilben
• Meiden Sie bei trockenem, warmem Spätsommerwetter Rasenflächen und Wiesen, auf denen sich Nutz- und Haustiere aufhalten. Sie sind die Hauptwirte der Grasmilben
• Kleidung, Schuhe und nackte Haut sollten Sie mit Insekten- oder Zeckenabwehrmitteln besprühen oder einreiben. Die Duftstoffe halten meist auch Grasmilben fern
• Tragen Sie geschlossene Schuhe, Socken und lange Hosen. Stecken Sie die Hosenbeine in die Socken, so dass die Milben keine Möglichkeit finden, an die Haut zu gelangen
• Duschen Sie sofort nach der Gartenarbeit gründlich und waschen Sie Ihre Kleidung in der Waschmaschine
• Auf moosreichen Rasenflächen fühlen sich Grasmilben besonders wohl. Deshalb sollten Sie vernachlässigte Rasenflächen im Frühjahr vertikutieren, um das Moos zu entfernen
• Mähen Sie Ihren Rasen mindestens einmal pro Woche. Dabei werden zumindest die Grasspitzen gekappt, auf denen sich die Grasmilben aufhalten
• Sammeln Sie den Rasenschnitt möglichst im Randbereich des Gartens und kompostieren Sie ihn umgehend oder entsorgen sie ihn in der Biotonne
• Wässern Sie Ihren Rasen bei Trockenheit regelmäßig. Bei Feuchtigkeit ziehen sich die Grasmilben in den Boden zurück
• Der Abstand zwischen Rasenfläche und Haus sollte etwa zwei bis drei Meter betragen, so dass die Milben nicht ins Haus einwandern können
• Zur direkten Bekämpfung von Grasmilben auf Rasenflächen eignen sich Grasmilben-Konzentrat (z. B. von Neudorff) oder Neem-Produkte. Eine vollständige Ausrottung der Milben ist aber kaum möglich
• Einige Hobbygärtner haben nach einer Grasmilben-Plage im Vorjahr mit einer Kalkstickstoff-Düngung Anfang Mai gute Erfahrungen gemacht. Wichtig: Den Rasen vorher mähen und den Dünger bei gutem Wetter ausbringen
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