Passivrauchen - hohes Gesundheitsrisiko für Tiere
Verfasst: 5. Februar 2013 15:35
Wie handhabt Ihr das?
Bei uns im Haus wird nicht geraucht - früher nicht wegen den Kindern und heute wegen den Hunden, außerdem möchte ich,auch als Raucher, den Gestank in meinem Haus nicht haben.
Auf der Terrasse, oder im Garten ist genug Platz zum rauchen.
Bei uns im Haus wird nicht geraucht - früher nicht wegen den Kindern und heute wegen den Hunden, außerdem möchte ich,auch als Raucher, den Gestank in meinem Haus nicht haben.
Auf der Terrasse, oder im Garten ist genug Platz zum rauchen.
http://www.der-gruene-hund.de/gesundhei ... index.htmlZigarrettenrauch
1. Gesundheitsrisiko Passivrauchen
Vorigen Sommer wurde abends ein Zwergkaninchen aus Wohnungshaltung abgegeben: röchelnde Atmung, rote, geschwollene Bindehäute, fast geschlossene Augen. Das ganze Tier stank infernalisch nach Zigarettenrauch. Am nächsten Morgen, nach 12 Stunden Frischluft im Gartenstall, hatte sich die Atmung normalisiert und auch die gereizten Bindehäute erholten sich zusehends.
Die aufgeregte Stimme einer jungen Frau am Telefon, im Hintergrund das Gebrabbel vieler Menschen: ihr Yorkie-Welpe schnappe nach Luft, sie habe Angst er ersticke! Auf meine Gegenfrage, wie viele der anwesenden Menschen in ihrer Wohnung jetzt im Moment rauchen, antwortete sie: "Alle" - nämlich fünf Personen. Sie befolgte meinen Rat und ging mit dem Hund an die frische Luft - nach kurzer Zeit waren die Beschwerden verschwunden.
In der Nachbarschaft wohnt eine Familie von Kettenrauchern: Mutter, Vater und 2 Söhne. Mindestens einmal im Jahr wird ein neuer Kanarienvogel gekauft, der ebenso schnell vom blauen Dunst seiner Besitzer gekillt wird, wie seine Vorgänger. Ein Schicksal, das er ganz sicher mit unzähligen Kleintieren teilt, die in Raucherhaushalten langsam und quälend ersticken oder an Nikotinvergiftungen sterben.
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass bei einer einzigen Zigarette im geschlossenen Raum mehr als 2 Liter Rauch entweicht. Nur ein Viertel wird vom rauchenden Menschen eingeatmet, der Rest entweicht in die Umgebung. Der Anteil krebserregender Substanzen ist bei diesem sogenannten Nebenstromrauch 130 mal höher, als bei dem Viertel, das der Raucher direkt inhaliert.
Seit langem ist bekannt, dass Passivrauchen der menschlichen Gesundheit schadet - logischerweise sind auch unsere Haustiere dadurch gesundheitlich gefährdet!
Haben Sie einmal beobachtet, wie viel schneller z.B. ein Hamster, ein Meerschweinchen oder auch eine Katze atmen? Sie nehmen dadurch wesentlich mehr der giftigen Substanzen auf, als der Mensch. Zusätzlich schlucken unsere Haustiere beim Putzen des Fells oder des Gefieders Rauchpartikel. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass der Nikotingehalt im Blut von Hauskatzen aus Raucherhaushalten mehr als 30 Mal höher lag, als bei ihren Zigaretten qualmenden Menschen!
Eine Studie der Universität von Massachusetts belegt, dass Katzen in Raucherhaushalten doppelt so häufig an Krebs des Lymphgewebes erkranken, wie ihre nikotinfrei lebenden Artgenossen. Weitere Forschungen zeigen, dass auch bei anderen Tierarten bestimmte Krebsarten auf lebenslanges Passivrauchen zurückzuführen sind. Genannt werden: Lungentumore und Nasen- und Nasennebenhöhlenkrebs.
Aber selbst, wenn die Erkrankungen nicht so dramatisch daherkommen, sondern die geplagten Schleimhäute empfänglicher werden für Bindehautentzündungen, Bronchitis und Schnupfen, das Immunsystem dauerhaft heruntergesetzt wird und den Tieren ein Wehwehchen nach dem anderen beschert, kommen viele Tierhalter nicht darauf, dass die Ursache hierfür ihr täglicher Glimmstängelkonsum sein könnte.
In Tierarztpraxen wird dieser Aspekt oft vernachlässigt. Dabei nützt das beste Medikament herzlich wenig, wenn der tierische Patient weiter unausweichlich Nikotinschwaden ausgesetzt ist. Frische Luft und nie wieder Passivrauchen zusätzlich zu den nötigen Medikamenten wäre die einzig richtige Behandlung. Der Tierarzt, der das anspricht, zeigt Mut - viele Besitzer werden das als Einmischung ins Privatleben interpretieren und ihr Geld lieber zu weniger engagierten Kollegen tragen.
Dabei sollte man doch eigentlich davon ausgehen, dass kein Tierhalter seinem geliebten Haustier absichtlich Schäden und Schmerzen zufügen möchte. Vielleicht kommt ja doch der Eine oder Andere ins Grübeln und gibt das Rauchen auf - nicht nur sich selbst, sondern auch seinem Haustier zuliebe!
2. Wie gefährlich ist der tägliche Glimmstengel für unsere Haustiere?
(Quelle: BBC Gesundheit http://www.antenna.nl/nietrokers/e/n01050.html)
Die meisten rauchenden Haustierbesitzer sind sich der Gefahr bewusst, die Zigaretten auf ihre Gesundheit haben können. Aber wahrscheinlich wissen sie nicht, dass Zigaretten ebenso die Gesundheit ihrer treuen pelzigen Freunde schädigen können.
Nur 15 % des Zigarettenrauches wird tatsächlich vom Raucher inhaliert; der Rest wird in der Atmosphäre verbreitet. Dabei werden Leute und Haustiere über 4000 Giftstoffen ausgesetzt, einschließlich über 40 bekannten Krebsverursachende Substanzen und Kohlenmonoxid.
Shirley Beardsworth, Besitzerin des preisgekrönten Cocker-Spaniels Meg Beadswort sagt, "Mein Hund Meg gewöhnte sich an zu niesen und rannte aus dem Zimmer, wann immer ich mir eine Zigarette anzuendete, aber seitdem ich das Rauchen aufgegeben habe, ist Meg extrem fit und gewinnt heute immer noch Hundechampionate; dabei schlägt sie auch Hunde, die jünger sind als sie."
Nachforschungen haben ergeben, dass Zigarettenrauch mit einigen Krankheiten bei Haustieren in Zusammenhang steht. Eine Studie erbrachte, dass das Aussetzen von Tabakrauch in der Umwelt mit Nasen- und Nasenhöhlenkrebs bei Haushunden verbunden ist. Ebenso ist Tabakrauch in der Umwelt mit einem erhöhten Risiko für Lungenkrebs bei Haushunden verbunden. Besonderes Risiko haben dabei Rassen mit kurzen und mittellangen Schnauzen.
Außer bei Haushunden haben Studien an Hamstern gezeigt, dass die Inhalation verschiedener Dosen des Nebenstromrauches von Zigaretten ihre Fortpflanzung hemmt. Es wurde auch noch gezeigt, dass Passivrauch deutlich den Blutdruck bei Kaninchen ansteigen läßt..
Das Rauchen aufzugeben, wird nicht nur die Gesundheit der Raucher verbessern, sondern ebenfalls die Gesundheit ihrer Haustiere, und es kann auch die Tierarztkosten senken. Es ist lange bewiesen, dass Rauch aus zweiter Hand die bronchiale Gesundheit von Kindern beeinflußt. Es ist daher nicht überraschend, dass Tiere ebenso durch das Aussetzen mit carcinogen-beladenem Rauch Schaden erleiden.
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