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Morbus cushing

Verfasst: 4. Mai 2026 23:02
von Lucy 404
Hallo ihr Lieben,
Wie habt ihr festgestellt, dass euer Chi das Cushing-Syndrom hat?
Extremer Durst?
ständig Hunger?
Abgeschlagenheit?
Sehr schlechte Leber- und Blutfettwerte?
:weissnicht:

Re: Morbus cushing

Verfasst: 5. Mai 2026 13:14
von Chibuty
Huhu, unsere Bethi hatte es leider.

Die ersten drei Punkte waren es bei uns auch, zusätzlich schlechte Nierenwerte, schütterndes Fell und Hautprobleme (trocken), trockene Augen und Nasenspiegel und ein dickerer Bauch (wie ein kleines Hängebauchschwein) zuerst Gewichtsabnahme, dann Zunahme.

Beim Tierarzt wurden Urinwerte genommen zu genauen Uhrzeiten abgeben, bzw. auffangen und untersuchen lassen. Und dann folgten Blutabnahme in bestimmten Zeitabständen und zusätzlich Spritzen von minimal Dosis Cortisol um dann genau festzustellen ob es Cushing ist.

Sehr kostenintensiv und auch anstrengend für Hund und Besitzer. Mit den richtigen Medikamenten wurde sie dann gut eingestellt und regelmäßig überwacht. Bethi war allerdings schon 12 Jahre alt, als es final festgestellt wurde.



Wichtige Diagnosetests im Überblick (gerade aus dem Netz gezogen), welche wir dann schlussendlich auch alle gemacht haben. Und behandelt wurde auch mit Vetoryl und strenger Futterdiät und Kräutern zur Unterstützung:

Low-Dose-Dexamethason-Suppressionstest (LDDS): Gilt als der bevorzugte Test zur Diagnose, da er sensitiver ist. Hierbei wird die Reaktion der Nebenniere auf ein Cortisol-Analogon gemessen.

ACTH-Stimulationstest: Misst den Cortisolspiegel vor und eine Stunde nach der Injektion von synthetischem ACTH. Er wird auch zur Überprüfung des Therapieerfolgs (z.B. mit Vetoryl) genutzt.

Urin-Kortisol-Kreatinin-Quotient (UCreat): Geeignet als Screening-Test, um ein Cushing-Syndrom auszuschließen, da er sehr empfindlich ist.

Ultraschall: Kann Nebennierentumore sichtbar machen.


Hoffe es bestätigt sich bei eurer Maus nicht 🙏

Re: Morbus cushing

Verfasst: 5. Mai 2026 15:18
von HepzibahSmith
Unsere kleine Kitty bekam wegen ihrer Arthrose eine Zeitlang hochdosiert Kortison in Form von Prednisolon, noch beim "alten" Tierarzt. Sie entwickelte dann Symptome, die Cushing ähneln; ist ja im Grunde auch dasselbe los an den Nieren...

In der Tiermedizin wird das als iatrogenes Cushing-Syndrom bezeichnet, und das bedeutet, dass die Krankheit durch eine medizinische Behandlung verursacht wurde. Der dadurch künstlich erhöhte Kortisolspiegel führt zu Symptomen, die identisch mit dem natürlich entstehenden Cushing-Syndrom (endogen) identisch sind:

Starker Durst und häufiges Wasserlassen, Heißhunger, Hängebauch durch Muskelabbau, Hautveränderungen, z.B. dünne Haut, Fellverlust (meist symmetrisch), schlechte Wundheilung und Hecheln (übermäßiges Hecheln ohne Anstrengung).

Im Gegensatz zum tumorbedingten Cushing-Syndrom ist das iatrogene Cushing-Syndrom meist reversibel. Wenn das Kortison unter tierärztlicher Anleitung langsam ausgeschlichen wird, verschwinden die Symptome in der Regel wieder. So war das auch bei unserer Kitty. Die neue Tierärztin hat dann ein anderes Behandlungskonzept gewählt und die Prednisolon-Gaben konnten langsam ausgeschlichen werden. Dann wuchs das Fell auch wieder schön nach und der Durst ließ recht schnell nach.

Re: Morbus cushing

Verfasst: 5. Mai 2026 19:10
von Lucy 404
:flower2:
Vielen herzlichen Dank für eure Infos!

Re: Morbus cushing

Verfasst: 6. Mai 2026 12:26
von Shivy1204
Meine Hündin Shiva hatte Morbus Cushing, daher kann ich dir zumindest von unseren Erfahrungen berichten.

Bei ihr hat es damit angefangen, dass sie einen richtig kugeligen Bauch bekommen hat, obwohl sie eigentlich nicht direkt übergewichtig war. Dazu kamen sehr viel Trinken und Urinieren, starker Appetit und sie wirkte insgesamt etwas abgeschlagener als sonst. Auch Haarausfall, vor allem im Bauchbereich, war bei ihr ein deutliches Anzeichen.

Daraufhin wurden die entsprechenden Tests gemacht und dabei kam dann Morbus Cushing heraus. Sie wurde anschließend medikamentös eingestellt und dadurch haben sich die Symptome auch deutlich verbessert.

Die Medikation ist dabei wirklich wichtig, weil die Lebenserwartung ohne Behandlung meist noch geringer ist. Gleichzeitig sollte man die Medikamente aber gut überwachen lassen. Uns wurde erklärt, dass sie unter Umständen Tumorwachstum begünstigen können. Das muss natürlich nicht passieren, aber ich würde aus eigener Erfahrung zu regelmäßigen und engmaschigen Kontrollen raten, einfach um früh reagieren zu können.

Was man auch wissen sollte: Oft – wenn auch nicht bei jedem Hund – ist die Lebenserwartung trotz Behandlung leider etwas geringer. So war es bei uns leider auch.

Ich wünsche euch alles Gute 🍀