Ein herzliches Hallo an die Chi-Gemeinde!
ich dachte, ich meld mich mal bei Euch, zum Einen, weil ich eine Frage habe. Vorallem aber, weil ich Euch für die lieben Grüße (die an mich weitergeleitet wurden

) danken möchte. Außerdem habt ihr mich auf eine Idee gebracht.
Finn3103 hat geschrieben:
Negative Urteile oder gar beleidigende bitte ich zu unterlassen,
sowie Spekulationen. Ich bin zu tiefst berührt und geschockt.
Und verfolge das seit gestern.
Liebe Aleks, hab ganz vielen Dank, dass Du Magnis Geschichte hier und in anderen Foren eingebracht hast. Ich hoffe sehr, dass es irgendwem etwas bringt, sei es, weil rechtzeitig etwas auf dem Kragen klebt oder weil sich die Info verbreitet, dass auch bei so üblen Wunden eine Chance auf Heilung besteht. Menschen wie Du machen das Internet zu einer wertvollen Infoquelle, vielen Dank.
Buffy09 hat geschrieben:
Diese Plastikteile sind die reinsten Folterinstrumente und gehören meiner Meinung nach in den Müll

Bei Kleinsthunden und Katzen hast Du sicher Recht. Ich hoffe, dass Buffy sich von der Verletzung am Hals gut erholt hat. Trotzdem gibt es leider Situationen im Leben, bei denen solch ein Plastikhalskragen zumindest übergangsweise besser als gar nichts ist, von daher ist es ganz besonders für Kleinhund- und Katzenhalter ggf wirklich nicht schlecht, wenn man prophylaktisch was Besseres im Haus hat.
Pfötchen-Fan hat geschrieben:
Ich wünschte , alle würden mit Mondkragen arbeiten . Die Trichter sind Folterinstrumente
Leider sind Mondkrägen (wie alle "Nichttrichter") zwar großartig, wenn es um Verletzungen am Rumpf geht; hat ein gelenkigerer Hund mit längeren Beinen (das kann auch Chis ja durchaus auch zutreffen) aber eine Verletzung an den Pfoten oder im Gesicht, dann muss man verdammt wachsam sein, oft kommt man in solchen Fällen um die Trichterform nicht rum. Magni z.B. kommt tatsächlich solange mit den Zähnen an seine Zehen bis er einen Trichter aufm Kopf hat der länger als seine Nase ist und das ist ne gewaltige Nase
Pitrie hat geschrieben:Oh Gott, die Bilder sind ja schrecklich.
Dass die Dinger überhaupt ohne jegliche Polsterung vom Tierarzt mitgegeben werden
Das ist wirklich dem Umstand geschuldet, dass es in den aller meisten Fällen gut geht. Meiner Klinik mache ich da keinen Vorwurf. Sollte ich nach dem Studium mal ne eigene Praxis haben wird aber sicher kein Kragen ungepolstert rausgehen. Ggf kann ich auch Softkrägen zum Verkauf oder zuer Vermietung da haben. Auf jeden Fall hab ich nun gelernt, dass ich mir um dieses Thema Gedanken machen muss, die über die Norm hinausgehen.
tknq hat geschrieben:
und es kommt ja relativ selten vor das sich der Hund damit massiv selbst schädigt und viele Leute es wohl als kleineres Übel ansehen wenn da kleinere Wunden bei entstehen, solang eine OP-Naht geschützt bleibt.
Genauso sieht es aus.
Aber je weiter sich Magnis Geschichte verbreitet, desto mehr Hunde- und Katzenhalter haben die Möglichkeit sich Gedanken zu machen und vorzubereiten.
Nicky hat geschrieben:Bin ich jetzt ein Tierquäler, weil mein Hund son Ding über Nacht tragen muss ?
Weil ich keine Lust hab das er sich die frische OP Narbe bis auf die Gelenke aufbeisst ?
Ganz klares und definitives:
NEIN!
Auch wenn das grausam klingt bin ich sogar bei Magni froh, dass er den Halskragen auf hatte. Fakt ist: er wollte an diese Pfote und zwar um jeden Preis, bis Juckreiz und Spannungsgefühl weg sind. Ohne den Kragen hätte er dazu vermutlich seine Zähne benutzt und ich will mir gar nicht ausmalen, wie die Pfote dann ausgesehen hätte. Wahrscheinlich ist, das Magni in diesem Fall gar nicht mehr leben würde, weil selbst wenn er die Amputation der Pfote überstanden hätte selbst dieser eingriff bei einer abgefressenen Pfote eine Infektion zu fast 100% bedingt hätte. Ich wills mir gar nicht vorstellen.
Naive Frage: wäre es bei einem Chi nicht möglich einen kleinen, Trichterförmigen Pappkern mit z.B. Jeansstoff zu umnähen und dann nen Kragen draus zu machen? oder unterschätz ich die kleinen Mäuse da?
Nicky hat geschrieben:Bebi bekommt den Trichter nur an, wenn wir schlafen gehen & wenn er alleine ist, weil ich nicht meine Hand dafür ins Feuer legen würde, das er nicht an sein Bein geht ..
& nachdem die TÄ gestern auch noch sagte wie schnell so ein Hund sich die komplette Narbe bis aufs Gelenk aufbeisst, führt nunmal kein Weg dran vorbei.
Da hat Deine TÄ auch absolut Recht. Den Kragen als Risiko zu entschärfen ist der zweitwichtigste Schritt, der Wichtigste ist es das die Zähne der Wunde fern bleiben.
Aber Deinetwegen habe ich mich hier angemeldet.
Darf ich das Foto von Bebi mit dem gepolsterten Kragen auf mein Blog stellen? Ich finde das so niedlich.
Auf jeden Fall habt ihr mir hier eines klar gemacht:
Ich muss meine FAQ überarbeiten und einen Abschnitt über mögliche Alternativen zu den Plastiktrichtern anfügen.
Ich danke Euch für die guten Wünsche und die Anregungen.
Und dann noch eine Kleinigkeit wenn ich schonmal hier bin:
Deena hat geschrieben:
Aber bei so einem großen Hund hätten sie einen viel besseren Verband machen können. Die haben sehr veraltetes Material benutzt.
Bitte überlass, DAS doch studierten Tierärzten, die live und in Farbe mit der Wunde zu tun haben und setz nicht solche Gerüchte in die Welt. Pflege, Behandlungsablauf und Verbandsmaterial sind in Absprache mit sehr guten Tierärzten exakt auf Magnis Verletzung und den Heilungsverlauf abgestimmt.
In der Tierklinik arbeiten neben sehr erfahrenen Tierärzten auch einige junge Kollegen. Ist einer der Jüngeren zur Stelle wenn wir unseren Kontrolltermin haben, dann hält er immer Rücksprache mit einem der erfahrenen Kollegen. Nicht aus Inkompetenz, sondern weil dort niemand einen Fehler machen will, der Magni das Leben kosten könnte.
So sind erfahrene Tierärzte und solche deren Uniwissen äußerst aktuell ist an einem Ort, jeder dort bildet sich sehr gewissenhaft fort, sie sehen Magni und seine Pfote, kennen den Hund und den Verlauf und dennoch sprechen sie jede Entscheidung miteinander ab.
So und dann kommst Du und erzählst uns aufgrund eines Fotos (offenbar hast Du ja nichmal den Verlauf angesehen und die FQ gelesen) das diese Fachpersonen alles falsch machen.. Lehnst Du Dich da nicht _etwas_ weit aus dem Fenster? Fall bloß nicht raus dort..
Welch ein Glück, dass ich 1. selbst vom Fach bin und 2. meinen Tierärzten vertraue, sonst hätte mich Dein Geblubber noch verunsichert was den Heilungserfolg gefährden könnte.
Ich erinnere mich da an einen Fall aus dem Hühnerforum, als mir alle totaaaaaal erfahrenen Geflügelzüchter zu erzählen versuchten, dass 5 Tierärzte, die mein Küken GESEHEN und untersucht haben falsch liegen und ich es doch bitte sofort gegen die Wand klatschen solll, es könne mit dem fehlgestellten Bein eh niemals laufen und sei sowieso totgeweiht und was weiß ich nicht sonst noch alles. Wäre ich unerfahren gewesen hätte ich denen geglaubt und Zombie wäre heute tot. Aber statt irgendwelchen Leuten in einem Forum zu glauben, die per Ferndiagnose sehen, dass Tierärzte sich irren habe ich mich auf mein Wissen und meine Tierärzte verlassen und seitdem das Beinchen operiert ist, ist Zombie einfach nur ein ganz normales, glückliches Huhn, das eben rumhuhnt wie es sich gehört. Später kam raus, was ich bereits geahnt hatte:
Alle Mitglieder dieser "Sofort töööööten-Fraktion" die natürlich allesamt steif und fest behaupteten, sie könnten aufgrund ihres Erfahrungsschatzes so mal eben übers Internet über Leben und Tod entscheiden hatten in der Tat ne Menge Erfahrung.. aber eben nur damit Jahr für Jahr massenweise Küken zu ziehen und alles platt zu machen, das nicht perfekt ist, Erfahrung damit ob ein Huhn nach solch einer OP wieder wird hatte natürlich keiner von denen.
Was lernen wir daraus?
Erfahrungen sind weder vergleich- noch übertragbar, Äpfel sind keine Birnen und Ferndiagnosen sind eigentlich immer Mist.
Deena hat geschrieben:
Ich werde versuchen die Person zu kontaktieren
So, DAS interessiert mich nun wirklich:
Hat die Brieftaube sich verflogen? Der Regen die Rauchzeichen gelöscht? Ist die magische Gedankenübertragung gescheitert?
Oder warum hast Du nicht genau das getan und mich einfach GEFRAGT warum wir wie beschrieben behandeln und zwar BEVOR Du Deine Fehlschlüsse auf mehrern Foren als Fakten rumposaunst statt mir fast 3 Wochen nachdem Du dies getan hast einen Kommentar ins Blog schreibst aus dem nichtmal hervor geht, dass Du in all den Foren auch noch behauptet hast Magni hätte unter zu wenig Schmerzmittel zu leiden gehabt?
Ich hätte Dir gerne, ausführlich und sachlich erklär, dass Du mit Deinen Annahmen daneben liegst und warum.
Stattdessen muss ich nun Zeit in der ich viel lieber Briefe an all die netten Menschen die Magni alles gute wünschen schreiben würde damit verplempern Gegendarstellungen zu schreiben..
Tut doch wirklich nicht Not sowas, aber fein, jeder darf sich selbst demontieren wie es ihm paßt.
Deena hat geschrieben:
dass sie dazu schreibt, dass das nicht das ideale Material ist, nicht dass es jeman nachmacht.
Warum sollte ich das dazu schreiben? Das Material ist für Magnis Fall ideal, sonst würden wir es nicht verwenden.
Ich empfehle ausdrücklich jedem genau das: nachzumachen, was ich getan hab, tue und immer tun werden:
Nämlich mir einen Tierarzt/mehrere Tierärzte suchen dem ich vertraue und dann jeden Schritt rund um die Behandlung meiner Tiere mit diesem Tierarzt besprechen statt das, was irgendwelche Fachfremdem im Internet erzählen zu ernst zu nehmen. Ein Tierarzt weiß nämlich, dass man nicht pauschal von Mensch auf Hund, von Dekubitus auf akute Verletzungen und nichtmal von einem Hund auf den anderen schließen kann, selbst wenn die Verletzung ähnlich ist, sondern, dass jede Behandlung eine Einzelfallentscheidung ist, die man am Tier fällt und nicht übers Internet.
Deena hat geschrieben:
Heute verwendet man für so etwas Hydrocoloid Auflagen und keine einfachen Kompressen.
Hier und in der
FAQ erkläre ich sehr ausführlich, warum wir uns für die verwendeten Verbandsstoffe entschieden haben und warum die von Dir "vorgeschlagenen" Hydrokolloid-Auflagen in Magnis Fall völlig ungeeignet sind. (Die Gründe die dagegen sprechen sind einfach zu viele um das hier noch alles aufzuzählen und die meisten hier kennen ja den Verlauf und wissen, dass die Heilung bei derzeitiger Versorgung optimal läuft.
Deena hat geschrieben:
Mit einem schaumverband und Rolta hätte der Hund laufen können.
Nein hätte er nicht. Wenn Du Dich mit Magnis Fall aufmerksam beschäftigt hättest ehe Du ihn beurteilst, wüßtest Du, dass Magni wenn man ihn läßt völlig normal läuft ohne die Pfote zu schonen und das er deswegen nicht laufen kann, weil wir grad versuchen offenliegende Knochen zuheilen zu lassen sowie Gewebe und Haut direkt über einem Gelenk dem außerdem noch einige Strecksehnen abhanden gekommen sind zu heilen!
Aufgrund der Abwesenheit all dieser Strukturen ist normales Laufen schon auf ein Minimum zu beschränken und jedes Umknicken schadet nicht nur dem sich neu bildenden Gewebe sondern traumatisiert auch das Gelenk.
Herrgott nochmal.... (tschuldigung an alle Anderen).
Deena hat geschrieben:
Das der Hund den Verband immer noch nicht in Ruhe gelassen hat ist ein Zeichen dafür, dass er zu wenig Schmerzmittel bekommen hat, der arme Kerl.
Gehts noch? Wie im Blog zu lesen war Magni zu dem Zeitpunkt zu dem er den Fuß zerstört hat (übrigens war da gar kein Verband drauf) mit 1000mg Novalgin, 70mg Tramal und 50mg Prednisolon versorgt. Da Du keine Fachkraft für Schmerztherapie bist mach ichs kurz:
Das ist eine excellente Schmerzmedikation die man nicht mehr steigern kann, aber gegen Juckreiz und das Spannungsgefühl in einer bis zum Bersten angeschwollenen Pfote kann das leider auch nicht viel helfen.
Deena hat geschrieben:Nee bin Krankenschwester mit Fachweiterbildung für Wundmanagement also mache alle Verbände im KH.
Und das ohne zu wissen, das Hydrokolloid-Auflagen nicht auf freiligende Knochen und Sehnen aufgelegt werden dürfen, ohne zu beachten, dass jede Wunde individuell beurteilt werden muss, ohne damit zu rechnen, dass ein analgetisch gut abgedeckter Patient aufgrund von Juckreiz oder Spannungsgefühl doch an eine Wunde geht und ohne eine Ahnung davon zu haben, dass ein mehrmals täglicher Verbandswechsel mit "veralteten Materialien" wie Du es nennst immer teurer ist als moderne Wundauflaufen, die man mehrere Tage drauflassen kann (Du wirfst mir und Magnis Tierärzten anderer Orts ja auch Kostenersparnis als Motiv vor). ? Hoffen wir mal, dass dort aufmerksame Ärzte rumdackeln und Deine Arbeit gut überwachen. Ich kenn Dich zwar nicht und anders als Du urteile ich nie über Menschen die ich nicht kenne, aber Deine Statements hier und andererorts lassen weder große fachliche Kompetenz noch ein gesundes Verhältnis zur Selbsteinschätzung vermuten.
Deena hat geschrieben:
Bei Tieren ist das nicht anders wie bei Menschen.
Wenn man ignorieren will, dass die Haut bzw das darunter liegende Gewebe bei Tieren völlig anders aufgebaut ist und völlig anders heilt als beim Menschen, ein Tier (und besonders eine Pfote) viel unvollkommener ruhig zu halten ist und Tiere nicht Bescheid sagen können, wenn mit der mehrere Tage nicht kontrollierten Wunde etwas komisch ist, dann wäre das bei Tieren nicht anders als bei Menschen.. da hast Du Recht.
Deena hat geschrieben:
Mein Tierarzt hat gesagt dass viele Tierärzte das Material nicht verwenden weil es zu teuer ist
Da hast Du wie gesagt entweder was falsch verstanden oder Dein Tierarzt hat sich damit nicht eingehend beschäftigt. Auf meinem Blog findest Du ein Berechnungsbeispiel, das gut erklärt warum ein Hydrokolloidverband billiger ist als das von mir verwendete Zeugs.
Deena hat geschrieben:
aber bei Penny hat das Super geholfen also spreche ich aus Erfahrung wenn dir meine Qualifikation nicht reicht aber ich darf ohne Arzt über die Wundversorgungventscheiden weil ich davon mehr Ahnung habe als er.
Also weder das was Du bisher von Dir gegegeben hast noch die Tatsache, dass Du von einer Erfahrung mit einer Wunde auf alle Anderen schließt rücken Deine Qualifikation in ein glaubwürdiges Licht.
Deena hat geschrieben:
Gehst du zum gleichen Tierarzt oder warum regst du dich so auf?
Möglicherweise "regt sich" Aleks so auf, weil es ziemlich schräg ist ohne jede Rücksprache mit dem Betroffenen solchen Krams zu verbreiten?
oder vielleicht hat Aleks Sorge, dass jemand Deine Anweisungen blind befolgt?
Ich hoffe sehr, dass entweder Du die Größe hast die Richtigstellung in meinem Blog auch in den anderen Foren in denen Du Deine Thesen verteilt hast zu posten, zusammen mit der Info, dass Du Dich geirrt hast, oder das jemand anders, der in den anderen Foren aktiv ist das für Dich übernimmt.
Man stelle sich mal vor, jemand der nicht vom Fach ist liest Deine Ausführungen, kommt ins Zweifeln, traut seinem behandelnden Tierarzt nicht mehr und haut einen Hydrokolloidverband auf eine vergleichbare Verletzung (also auf eine, die eigentlich täglich kontrolliert werden müßte und bei der die Knochen und Sehnen freiliegen, weil "die Wundmanagerin es ja wissen muss". Willst Du das wirklich nur um Dich selbst zu profilieren verantworten?
Sollten die Leute nicht lieber einem Tierarzt dem sie vertrauen auch Glauben schenken?
an alle Anderen ganz liebe Grüße
Fraukie (tut mir leid, dieses Hühnchen öffentlich zu rupfen, aber das Risiko, dass jemand fachfremdes Deenas Ratschläge einfach so befolgt und damit großen Schaden anrichtet ist einfach sehr groß).