Biologisch Artgerechtes Rohes Futter (B.A.R.F.)
Verfasst: 25. April 2008 10:31
Das habe ich eben per Mail von Enimal.de zugeschickt bekommen. Ich finde es wirklich interessant, dass jetzt immer mehr Menschen auf das BARFen kommen.
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Eine interessante Alternative zum Fertigfutter für Hunde stellt B.A.R.F. (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) dar. Aber was soll man sich darunter vorstellen und warum halten Biologen diese Variante für besonders artgerecht? Welche Vorteile diese Ernährung hat und was an den Behauptungen der B.A.R.F-Gegner wirklich wahr ist, lesen Sie hier.
Die Grundidee dieser Ernährungsvariante ist es, das natürliche Nahrungsangebot eines Wolfes nachzuempfinden. In der Natur spezialisieren sich Wölfe je nach saisonalem Angebot auf bestimmte leicht erjagbare Beutetiere. In Mäusejahren sind die bevorzugten Beutetiere also Wühlmäuse und Lemminge. Auch Elche und stellenweise auch Wildschweine und Rehe können zur präferierten Beute werden. Zu den sekundären Beutetieren gehören dagegen Vögel, vor allem Hühnervögel, Reptilien und Fische werden nur gelegentlich erbeutet.
Das Beutetierfleisch liefert viel hochwertiges Eiweiß und Fett in Form des Muskelfleisches aber auch fettlösliche Vitamine und Spurenelemente in Form von Organen (Leber, Niere), Mineralstoffe wie Kalzium mit den Knochen, Natrium mit dem Blut, wasserlösliche Vitamine sowie einen kleinen Anteil an Fasern mit dem Darminhalt. Die schwerverdaulichen Teile wie zu harte Knochen, Sehnen, Haut, Haare und Mageninhalt werden nicht mitgefressen. Ein Wolf nimmt auch gelegentlich grüne Pflanzenteile und Beeren zu sich.
Hundehalter, die ihren Liebling so natürlich wie möglich ernähren wollen, orientieren sich an dieser Grundbasis. Dabei ist es nicht notwendig, dass der Hund jeden Tag von allem etwas bekommt, sondern nur, dass man ihm in einer Woche alle notwendigen Nährstoffliferanten zugänglich macht. Das erlaubt auch eine gewisse Abwechslung auf dem Speiseplan.
Das verfütterte Fleisch wird dabei aber nicht gekocht, da so die hitzanfälligen Nährstoffe zerfallen und Knochen trocken und poröse werden. Außerdem können und sollen auch ganze Beutetiere (Küken, Hasen, etc.) verfüttert werden, damit der Hund innere Organe und Knochenbestandteile der Beute aufnehmen kann. Darüber hinaus werden durch das Nagen an den Knochen und das lange Kauen die Zähne des Hundes gereinigt. Angenommen Sie geben Ihrem Hund zwei mal täglich etwas zu fressen, also 12 Mahlzeiten pro Woche bei einem Fastentag, dann sollten bei acht Mahlzeiten Fleisch oder Knochen, viermal Gemüse und etwa viermal Getreide oder Milchprodukte enthalten sein.
Diese Ernährungsweise ist aber ebenfalls stark umstritten. Viele Tierärzte und natürlich auch die Tierfutterhersteller warnen vor rohem Fleisch und Knochen. Die Hunde könnten durch das Fleisch Salmonellen oder Parasiten bekommen. Knochen könnten beim Zerkauen splittern und die entstehenden scharfkantigen Stücke innere Organe verletzen. Des weiteren kann der optimale tägliche Nährstoffbedarf der Tiere laut der Fertigfutterlobby nur duch eben dieses gedeckt werden. Außerdem sei die Rohfleischernährung wesentlich zeitaufwendiger und kostenintensiver.
Andere Tierärzte und Biologen entkräften diese Argumentation aber durch Erfahrungsberichte und Forschungsergebnisse. Da der Hund noch über das vollständige Verdauungssystem eines Karnivoren verfügt, wird ein gesunder Organismus auch problemlos mit rohen Futter fertig. Die Magensäure des Hundes ist sehr stark und kann Knochen, Knorpel und Fleisch problemlos verdauen. Durch den Schlüsselreiz Fleisch wird ausreichend Magensaft produziert. Im Futter enthaltene schädliche Bakterien werden dadurch abgetötet und es komme tatsächlich nur äußerst selten zu Parasitenbefall. Darüber hinaus sei es nicht notwendig, alle lebenswichtigen Nährstoffe bei jeder Mahlzeit zu verabreichen. Die Ausgewogenheit finde über einen Zeitraum von mehreren Wochen statt.
Eine Umstellung auf B.A.R.F. sollte aber nur schrittweise erfolgen. Der Hundemagen reagiert nämlich sehr empfindlich auf plötzliche Veränderungen. Das Verdauungssystem muss sich erst langsam an die erhöhte Leistung durch das rohe Futter gewöhnen. Außerdem sollten Sie sich im Vorfeld genau über die Nahrungsansprüche Ihres Tieres informieren. Sie müssen gewährleisten können, dass Sie Ihrem Liebling über einen gewissen Zeitraum auch wirklich alle Nährstoffe zuführen. Die Dosis sollte aber nicht durch Ergänzungspräperate unnatürlich in die Höhe getrieben werden. Ein zu hoher Vitamingehalt kann auch zu Vergiftungserscheinungen führen.
Diese Fütterungsmethode stellt also sehr hohe Ansprüch an den Hundehalter. Kennt man aber die Regeln und lässt die Blutwerte am Anfang regelmäßig vom Tierarzt überprüfen, stellt diese Variante eine sehr gesunde Alternative zum Ferigfutter dar.
Bevor Sie sich nun entgültig entscheiden, sollten Sie sich über allgemeine Regeln zur gesunden Ernährung von Hunden informieren. Eine weitere Alternative zum Fertigfutter, die zur Zeit sehr in Mode kommt, ist außerdem die vegetarische Ernährung von Hunden. (Kristin Herzog)
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Eine interessante Alternative zum Fertigfutter für Hunde stellt B.A.R.F. (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) dar. Aber was soll man sich darunter vorstellen und warum halten Biologen diese Variante für besonders artgerecht? Welche Vorteile diese Ernährung hat und was an den Behauptungen der B.A.R.F-Gegner wirklich wahr ist, lesen Sie hier.
Die Grundidee dieser Ernährungsvariante ist es, das natürliche Nahrungsangebot eines Wolfes nachzuempfinden. In der Natur spezialisieren sich Wölfe je nach saisonalem Angebot auf bestimmte leicht erjagbare Beutetiere. In Mäusejahren sind die bevorzugten Beutetiere also Wühlmäuse und Lemminge. Auch Elche und stellenweise auch Wildschweine und Rehe können zur präferierten Beute werden. Zu den sekundären Beutetieren gehören dagegen Vögel, vor allem Hühnervögel, Reptilien und Fische werden nur gelegentlich erbeutet.
Das Beutetierfleisch liefert viel hochwertiges Eiweiß und Fett in Form des Muskelfleisches aber auch fettlösliche Vitamine und Spurenelemente in Form von Organen (Leber, Niere), Mineralstoffe wie Kalzium mit den Knochen, Natrium mit dem Blut, wasserlösliche Vitamine sowie einen kleinen Anteil an Fasern mit dem Darminhalt. Die schwerverdaulichen Teile wie zu harte Knochen, Sehnen, Haut, Haare und Mageninhalt werden nicht mitgefressen. Ein Wolf nimmt auch gelegentlich grüne Pflanzenteile und Beeren zu sich.
Hundehalter, die ihren Liebling so natürlich wie möglich ernähren wollen, orientieren sich an dieser Grundbasis. Dabei ist es nicht notwendig, dass der Hund jeden Tag von allem etwas bekommt, sondern nur, dass man ihm in einer Woche alle notwendigen Nährstoffliferanten zugänglich macht. Das erlaubt auch eine gewisse Abwechslung auf dem Speiseplan.
Das verfütterte Fleisch wird dabei aber nicht gekocht, da so die hitzanfälligen Nährstoffe zerfallen und Knochen trocken und poröse werden. Außerdem können und sollen auch ganze Beutetiere (Küken, Hasen, etc.) verfüttert werden, damit der Hund innere Organe und Knochenbestandteile der Beute aufnehmen kann. Darüber hinaus werden durch das Nagen an den Knochen und das lange Kauen die Zähne des Hundes gereinigt. Angenommen Sie geben Ihrem Hund zwei mal täglich etwas zu fressen, also 12 Mahlzeiten pro Woche bei einem Fastentag, dann sollten bei acht Mahlzeiten Fleisch oder Knochen, viermal Gemüse und etwa viermal Getreide oder Milchprodukte enthalten sein.
Diese Ernährungsweise ist aber ebenfalls stark umstritten. Viele Tierärzte und natürlich auch die Tierfutterhersteller warnen vor rohem Fleisch und Knochen. Die Hunde könnten durch das Fleisch Salmonellen oder Parasiten bekommen. Knochen könnten beim Zerkauen splittern und die entstehenden scharfkantigen Stücke innere Organe verletzen. Des weiteren kann der optimale tägliche Nährstoffbedarf der Tiere laut der Fertigfutterlobby nur duch eben dieses gedeckt werden. Außerdem sei die Rohfleischernährung wesentlich zeitaufwendiger und kostenintensiver.
Andere Tierärzte und Biologen entkräften diese Argumentation aber durch Erfahrungsberichte und Forschungsergebnisse. Da der Hund noch über das vollständige Verdauungssystem eines Karnivoren verfügt, wird ein gesunder Organismus auch problemlos mit rohen Futter fertig. Die Magensäure des Hundes ist sehr stark und kann Knochen, Knorpel und Fleisch problemlos verdauen. Durch den Schlüsselreiz Fleisch wird ausreichend Magensaft produziert. Im Futter enthaltene schädliche Bakterien werden dadurch abgetötet und es komme tatsächlich nur äußerst selten zu Parasitenbefall. Darüber hinaus sei es nicht notwendig, alle lebenswichtigen Nährstoffe bei jeder Mahlzeit zu verabreichen. Die Ausgewogenheit finde über einen Zeitraum von mehreren Wochen statt.
Eine Umstellung auf B.A.R.F. sollte aber nur schrittweise erfolgen. Der Hundemagen reagiert nämlich sehr empfindlich auf plötzliche Veränderungen. Das Verdauungssystem muss sich erst langsam an die erhöhte Leistung durch das rohe Futter gewöhnen. Außerdem sollten Sie sich im Vorfeld genau über die Nahrungsansprüche Ihres Tieres informieren. Sie müssen gewährleisten können, dass Sie Ihrem Liebling über einen gewissen Zeitraum auch wirklich alle Nährstoffe zuführen. Die Dosis sollte aber nicht durch Ergänzungspräperate unnatürlich in die Höhe getrieben werden. Ein zu hoher Vitamingehalt kann auch zu Vergiftungserscheinungen führen.
Diese Fütterungsmethode stellt also sehr hohe Ansprüch an den Hundehalter. Kennt man aber die Regeln und lässt die Blutwerte am Anfang regelmäßig vom Tierarzt überprüfen, stellt diese Variante eine sehr gesunde Alternative zum Ferigfutter dar.
Bevor Sie sich nun entgültig entscheiden, sollten Sie sich über allgemeine Regeln zur gesunden Ernährung von Hunden informieren. Eine weitere Alternative zum Fertigfutter, die zur Zeit sehr in Mode kommt, ist außerdem die vegetarische Ernährung von Hunden. (Kristin Herzog)