Ich füttere das Beste das es gibt (Barf, Getreidefrei usw.), Impfungen bekommen sie kaum noch, wenn ja dann im 3-Jahres-Rythmus, die Wurmkuren erhalten sie auch nicht mehr prophylaktisch, wir gehen täglich mind. 2-3 Stunden spazieren, versuche auch in der Ungezieferbekämpfung ohne Chemie auszukommen, sie haben nur Geschirre und kein Halsband, setzte eben alles um was ich in den letzten Jahren durch die Chi-Foren gelernt habe usw.
Als ich vor ca. 30 Jahren unseren Mischling aus dem Tierheim holte hatte ich so gut wie keine ahnung von Hundeerziehung- und Ernährung.
Es gab Chappi, Frolic und Co., er liebte Weintrauen über alles, Schokolade gabs auch ab und zu, die Knochen von den abgenagten Sparerips, Kotletts, Schweinshaxe usw. waren für ihn ein Genuss, bei drei Kindern viel ständig etwas "unabsichtlich" unter den Tisch, Eis wurde gemeinsam geschleckt, Chips geteilt, Geschirr für Hunde war mir fremd, bei der jährlichen Impfung gabs die volle Dröhnung, Wurmkuren alles 3 Monate, egal ob Wurm oder nicht.
Die Spaziergänge waren auch nicht das was sei heute sind und trotzdem war er immer gesund, keine Gelenkprobleme, Atmung immer Bestens, Herz wie ein Junger usw. Er wurde 16 Jahre alt und war nie krank. Eines Abends im Sommer legte er sich Abends hin und am nächsten Tag musste er wegen Milzkrebs eingeschläfert werden. Vormittags ist er noch mit meinen Kindern im Park getobt, hat normal gefressen. Innerhalb 12 Stunden von 100 auf 0
Es tut heute noch weh an den Abschied zu denken aber ich würde gerne wissen warum die Hunde damals trotz miesester Ernährung, Haltung usw. auch uralt geworden sind ohne ständig wegen diversen Krankheiten beim Tierarzt gewesen zu sein.
Mein Großvater hatte immer Diensthunde die er genauso "mies" ernährte, das gleiche Spiel mit den jährlichen Impfungen etc. Die ganze Familie sammelte immer die fleischigen Essensrenste, meistens Knochen (gekocht natürlich), die die Hunde dann mit Genuss und ohne gesundheitlichen Probleme verspeisten.
Übertreiben wir unsere Fürsorge oder waren die Hunde damals einfach gesünder bzw. widerstandfähiger?


